Nationalrat - Cap: Europa muss Fluchtursachen bekämpfen und Afrika wirtschaftlich stärken

SPÖ-Abgeordneter fordert ehrliche Diskussion über Schließen der Mittelmeerroute

Wien (OTS/SK) - Eine ehrliche, unaufgeregte und konstruktive Diskussion über internationale Fluchtbewegungen fordert der SPÖ-Abgeordnete Josef Cap am Donnerstag im Nationalrat. „Wir sind natürlich dafür, dass die Grenzen gesichert werden, aber die Mittelmeerroute ist keine Tür mit einem Schlüssel, die man einfach zusperren kann“, so Cap. Nur zu sagen, man wolle die „Mittelmeerroute schließen“, greift daher viel zu kurz. „Wir müssen über Ursachen reden: Über Waffenhändler, korrupte Staatschefs, Schlepper sowie Armut und Ausbeutung in Afrika.“ Nur so kann man verhindern, dass sich Millionen auf gefährliche Fluchtrouten über das Mittelmeer begebe und zu Tausenden den Tot finden. ****

          „Ist es gerecht, dass wir nicht im Stande sind, die Lebensgrundlagen in Afrika durch fairen Handel zu sichern? Ist es gerecht, dass Menschen nicht dort bleiben können, wo sie leben, weil ihnen jede Chance fehlt?“, so Cap über die Notwendigkeit, die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika zu stärken. „Setzen wir die Gelder, die für Entwicklungshilfe zur Verfügung stehen, sinnvoll ein – investieren wir in Start-ups und in die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort“, fordert Cap.

          Denn unser Lebensstandard in Österreich könne langfristig nur gesichert werden und Migrationsbewegungen können nur dann gestoppt werden, wenn die Menschen in anderen Teilen der Welt nicht ihrer Lebensgrundlage beraubt werden. „Will man echte Lösungen finden, müssen wir beim Thema Migration über den Tellerrand schauen. Geben wir den Menschen in Afrika eine Chance, machen wir sie zu unseren wirtschaftlichen Partnern und sichern wir so unsere europäische Werte“, so Cap. (Schluss) bj/ph

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