Demos im Herzen Wiens verringern Jahresumsatz im stationären Einzelhandel um 2,6 Prozent

Studie zu den Auswirkungen von Ringsperren bestätigt langjährige Forderung des Handelsverbands nach geeigneten Demozonen, ohne Grundrechte zu beschneiden

Jährlich 37 zumindest partielle Ringsperren an verkaufsoffenen Tagen sind für den stationären Einzelhandel im Herzen Wiens einfach zu viel und nicht mehr planbar
Rainer Will
Wichtig ist, dass wir gemeinsam eine Lösung finden, mit der alle Seiten – Händler, Politiker, Anrainer, NGOs – gut leben können. Das heißt aber dezidiert nicht, Demos an den Stadtrand oder auf die Donauinsel zu verbannen. Denn das Recht auf Versammlungsfreiheit ist von fundamentaler Relevanz
Rainer Will

Wien (OTS) - Laut aktueller Studie der KMU Forschung Austria kosten Ringsperren dem Handel im ersten Wiener Gemeindebezirk jährlich 35 Mio. Euro bzw. 120 Arbeitsplätze. „Jährlich 37 zumindest partielle Ringsperren an verkaufsoffenen Tagen sind für den stationären Einzelhandel im Herzen Wiens einfach zu viel und nicht mehr planbar“, so Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands.

Daher unterstützt der Handelsverband auch den Appell der WKO zur Einrichtung geeigneter Demozonen, etwa am Wiener Schwarzenbergplatz. „Wichtig ist, dass wir gemeinsam eine Lösung finden, mit der alle Seiten – Händler, Politiker, Anrainer, NGOs – gut leben können. Das heißt aber dezidiert nicht, Demos an den Stadtrand oder auf die Donauinsel zu verbannen. Denn das Recht auf Versammlungsfreiheit ist von fundamentaler Relevanz", plädiert Rainer Will für ein verhältnismäßiges Ausleben dieses Guts, damit Grundrechte nicht auf dem Rücken von wenigen, arbeitsplatzschaffenden Unternehmen zum einseitigen Nachteil angewandt werden.

Wünschenswert wären aus Sicht des Handelsverbandes überdies eine Verlängerung der Demo-Anmeldefrist von 24 auf 72 Stunden sowie ein zentraler Ansprechpartner bei jeder Demonstration, damit sich Geschädigte auch unmittelbar an Verantwortliche wenden können.

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