- 29.06.2017, 10:58:56
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„Woche für das Leben“ in Österreich: Ruf nach Modernisierung der Fristenregelung wird lauter
Österreichs Bischöfe: Mehr Unterstützung für Frauen im Schwangerschaftskonflikt, Abschaffung eugenischer Indikation und Verbesserung der Fristenregelung
Utl.: Österreichs Bischöfe: Mehr Unterstützung für Frauen im
Schwangerschaftskonflikt, Abschaffung eugenischer Indikation
und Verbesserung der Fristenregelung =
Linz (OTS) - Im Juni fanden die "Wochen für das Leben" in den
Diözesen Österreichs statt. Bischof Krautwaschl (Graz), Bischof
Scheuer (Linz) sowie Weihbischof Turnovszky (Wien) prangern die
derzeitige Abtreibungssituation an und wollen mehr Hilfen für Frauen
in Not. Turnovszky fordert von der Politik die Abschaffung der
eugenischen Indikation und eine Bedenkzeit vor der Abtreibung.
Abschaffung der eugenischen Indikation: Sie ist "die Spitze
der Grausamkeit"
"Ohne jegliche Art von Abtreibung zu relativieren, ist die eugenische
Indikation die Spitze der Grausamkeit, denn sie ist eine zusätzliche
massive Diskriminierung von behinderten Menschen.", so Weihbischof
Turnovszky in seiner Predigt bei der von Jugend für das Leben
initiierten Pöstlingberg-Wallfahrt. Die eugenische Indikation müsse
abgeschafft werden. Beim Festgottesdienst "Leben in Vielfalt" im
Linzer Dom betonte Bischof Scheuer: "In der gegenwärtigen
gesellschaftlichen Diskussion fällt eine große Diskrepanz zwischen
der Inklusion von behinderten Kindern nach der Geburt und der
Selektion der als behindert diagnostizierten Kindern vor der Geburt
auf". §97 StGB stellt die Abtreibung behinderter Kinder bis zur
Geburt straffrei.
Verbindliche Bedenkzeit vor Schwangerschaftsabbruch und mehr
Information über Hilfen für Schwangere
Zudem fordert Weihbischof Turnovszky in seiner Predigt eine
verbindliche Bedenkzeit vor dem Abtreibungstermin. "Es ist ein
Skandal, dass man Frauen im Schwangerschaftskonflikt einfach
überfährt und ihnen nicht die Möglichste einräumt, durchzuatmen und
sich dessen bewusst zu werden, was zur Entscheidung steht.", so der
Weihbischof. Bischof Krautwaschl aus Graz betont, dass die
Tabuisierung der Abtreibung gebrochen werden müsse, damit Frauen in
Not geholfen werden kann und Betroffene Heilung und Vergebung
erfahren. Anstatt Abtreibung mit öffentlichen Geldern
mitzufinanzieren, sollen alle Mittel für die Schaffung von
Alternativen aufgebracht werden.
Jugend für das Leben bekräftigt Aussagen der Bischöfe und
erwartet von der kommenden Regierung Handlungsschritte
"Die Aussagen der Bischöfe kann man nur unterstreichen. Die
Forderungen nach Abschaffung der eugenischen Indikation, Bedenkzeit
vor einem Schwangerschaftsabbruch und mehr Hilfen für Schwangere gibt
es seit Jahren. Eine Modernisierung der 40 Jahre alten
Fristenregelung ist längst überfällig!", so Myroslava Mashkarynets,
Presseprecherin der Jugend für das Leben. "Nachdrücklich betonen wir
die Notwendigkeit von Alternativen für Frauen im
Schwangerschaftskonflikt. Wir erwarten von der neuen Regierung im
Herbst die Umsetzung der geforderten Maßnahmen, um Österreich zu
einem Land zu machen, in dem jeder Mensch willkommen ist."
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