Alpinvereine und Naturschutzorganisationen fordern in Sachen Warscheneck: „Nach dem Nein zur Skischaukel – Ja zur Natur!“

- Umweltdachverband, Naturfreunde, Naturschutzbund, Alpenverein & WWF: Nationalpark Kalkalpen feiert demnächst 20. Geburtstag – Nationalparkerweiterung wann, wenn nicht jetzt?

Wien (OTS) - Neuaufstellung des Tourismus ist Gebot der Stunde – Weichen jetzt Richtung Landschaftserhaltung und Naturschutz stellen!

„Die Situation ist mittlerweile klar: Eine Skischaukel am Warscheneck ist rechtlich nicht möglich. Jetzt geht es darum, möglichst rasch die richtigen Schritte für eine positive Weiterentwicklung der Nationalparkregion zu setzen. Die Mitgliederentwicklung der alpinen Vereine zeigt deutlich, dass die Menschen die Natur erleben und dort Kraft tanken wollen. Einzigartige Naturlandschaften, wie die Pyhrn-Priel-Region, haben diesbezüglich viel zu bieten. Diese Chance muss genutzt werden“, betont Herbert Jungwirth, Sprecher des „Mollner Kreises“ und Naturschutzreferent des OÖ Alpenvereins. 

Nationalpark OÖ Kalkalpen-Region ist eine 5*-Landschaft – Chancen jetzt nutzen!
„Dringend erforderlich ist eine personelle Neuaufstellung verbunden mit einer strategischen Neuausrichtung des Tourismusverbandes Pyhrn-Priel. Dieser sollte mit 1.1.2018 durch einen neu zu gründenden überregionalen Tourismusverband Nationalpark Kalkalpen abgelöst werden. Der Nationalpark als regionales Leitprojekt muss mit seinen einzigartigen Naturwerten und Alleinstellungsmerkmalen ins Zentrum der touristischen Positionierung der Pyhrn-Priel-Region rücken. Die Nationalpark OÖ Kalkalpen-Region ist eine 5*-Landschaft. Sie hat es verdient, als solche naturtouristisch in Wert gesetzt zu werden. Der geforderte naturverträgliche Entwicklungsimpuls hat mit der längst fälligen Nationalparkerweiterung um die Haller Mauern und das Warscheneck einherzugehen“, erklärt Franz Maier, Präsident des Umweltdachverbandes.

Weiterentwicklung der Wurzeralm – Ausbau zu Skitourenzentrum und Familienskigebiet
„Skitourengehen boomt immer mehr, die Wurzeralm bietet ideale Voraussetzungen für ein Skitourenzentrum, aber auch die Möglichkeiten für Langlauf und Schneeschuhwandern bestehen. Der Erholungsraum Natur ist unsere Chance. Dafür bedarf es aber großräumiger Konzepte und Angebote und kein Kirchturmdenken, das nach wie vor die Pyhrn-Priel-Region dominiert und blockiert“, bemerkt Sepp Friedhuber von den Naturfreunden OÖ.

Nationalparkgesetz gibt keinen Spielraum – Erweiterung muss erfolgen
„Eine Erweiterung des Nationalparks ist überfällig, da vertraglich festgelegt, allerdings ohne den strengen Schutzstatus von Naturschutzgebieten aufzuweichen“, betont Josef Limberger, Obmann des Naturschutzbundes OÖ.

Klimawandel fördert alpinen Naturtourismus 
„Der wachsende Trend zum ursprünglichen Natur- und Wildniserlebnis bietet in der Nationalparkregion die Möglichkeit, Tourismus und Naturbewahrung zu verbinden. Der erfolgreiche ,Lechweg‘ in Tirol zeigt vor, wie das geht. Die Nationalparkerweiterung muss daher endlich umgesetzt werden, um die Chance für die Region nicht zu verspielen“, fordert Matthias Schickhofer für den WWF Österreich.

Rückfragen & Kontakt:

Öffentlichkeitsarbeit UWD, Sylvia Steinbauer, Tel. 01/40113-21, E-Mail: sylvia.steinbauer@umweltdachverband.at
Naturfreunde Österreich, Regina Hrbek, Tel. 01/892 35 34-16, E-Mail: regina.hrbek@naturfreunde.at
Naturschutzbund OÖ, Michaela Groß, Tel. 0732/779279, E-Mail: oberoesterreich@naturschutzbund.at
Österreichischer Alpenverein, Team Öffentlichkeitsarbeit, Tel. 0512/59547-11, E-Mail: presse@alpenverein.at
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