Steinacker: Die Frauenquote ist nicht erfreulich, aber notwendig

ÖVP-Justizsprecherin zu Nationalratsbeschluss über Frauenquote in Aufsichtsräten

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Ich war nie ein Fan von Quoten, weil ich überzeugt war, dass der Markt das selbst regelt. Doch ich bin eines Besseren belehrt worden: Aktuell gibt es in österreichischen Aufsichtsräten nur 18 Prozent Frauen. Das bedeutet für mich, dass es offenbar den Druck einer verpflichtenden Quote braucht, damit Frauen endlich reelle Chancen auf Mitbestimmung in großen Unternehmen haben. Daher haben wir im Justizausschuss ein Gesetz auf den Weg gebracht, um eine 30 Prozent-Quote für Frauen und eine 30 Prozent-Quote für Männer in Aufsichtsräten sicherzustellen“, sagte ÖVP-Justizsprecherin Abg. Mag. Michaela Steinacker heute, Mittwoch, anlässlich des Beschlusses einer Frauenquote in Aufsichtsräten im Plenum des Nationalrates.

Steinacker verwies in diesem Zusammenhang auf ihre langjährige Erfahrung in Managementfunktionen und als Mitglied in Aufsichtsräten in großen österreichischen Unternehmen. „Ich habe in der Wirtschaft gelernt, Verantwortung in herausfordernden Momenten zu übernehmen, richtige Entscheidungen zu treffen und diese konsequent umzusetzen. Das passt aus meiner Sicht gut zu einer modernen, sachorientierten und konstruktiven Frauenpolitik“, betonte Steinacker. „Ich bin froh, dass der Weg einer konsequenten Frauenpolitik mit der neuen Volkspartei mit Sebastian Kurz fortgesetzt wird.“

Zum heutigen Beschluss:

  • Die Quote soll ab 2018 in börsennotierten Gesellschaften und in Großunternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern gelten, wenn in den Aufsichtsräten mindestens sechs Kapitalvertreter sind.
  • Die Quote gilt erst, wenn die Belegschaft zumindest aus 20 Prozent Frauen oder Männern besteht und mindestens drei Arbeitnehmervertreter in den Aufsichtsrat zu entsenden sind.
  • Die Bestimmungen gelten gleichermaßen auf Arbeitgeber-Seite als auch auf Arbeitnehmer-Seite in Aufsichtsräten.

„Mehr Frauen in Aufsichtsräten – das bedeutet, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen, die sich wiederum für mehr Frauen auf allen Ebenen der Berufs- und Arbeitswelt stark machen. Wir vertrauen auf diesen Schneeballeffekt im Interesse der Frauen“, schloss Steinacker.
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