• 21.06.2017, 12:57:05
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  • OTS0157

Unabhängige GewerkschafterInnen fordern GÖD-Aktivitäten zum Gelingen der Schulreform!

UGÖD für zusätzliche Ressourcen statt Kostenneutralität und für eine Stärkung der Mitbestimmungsrechte der LehrerInnen

Utl.: UGÖD für zusätzliche Ressourcen statt Kostenneutralität und
für eine Stärkung der Mitbestimmungsrechte der LehrerInnen =

Wien (OTS) - Nach politischer Einigung über das Schulreform- und
Autonomiepaket am 19.Juni 2017 schlagen die Unabhängigen
GewerkschafterInnen in den GÖD-LehrerInnengewerkschaften der
FCG-Mehrheitsfraktion vor, von den diffusen Streikankündigungen am
Tag danach Abstand zu nehmen. "Die kurzfristig für 22. Juni
angesetzte ARGE LehrerInnen der GÖD soll Profil als überparteiliche
Interessensvertretung aller LehrerInnen zeigen. Und über
gewerkschaftliche Maßnahmen zur Durchsetzung jener gewerkschaftlichen
Forderungen beraten, die bei den monatelangen Verhandlungen mit
Bildungsministerium und BKA zu kurz gekommen sind," fordert Reinhart
Sellner vom UGöD-Vorsitzteam.

1. Schluss mit dem „strukturellen Bildungsbudgetdefizit“ - mehr
Geld für die Schulen!
Die KollegInnen an den Schulen brauchen ausreichende Ressourcen,
Kostenneutralität ist zu wenig. Die KlassenschülerInnenhöchstzahl 25
(bisher 30) für die APS steht jetzt zwar im Finanzausgleichsgesetz,
aber ohne ausreichende Finanzmittel besteht die Gefahr, dass die
bestehenden kleinerer Klassen bis auf 25 aufgestockt werden.
Gewerkschaftliche Maßnahmen für ein höheres Bildungsbudget werden
notwendig sein, damit alte und schulautonom-neue pädagogische
Möglichkeiten für SchülerInnen und LehrerInnen Realität werden. Die
Bildungsdirektionen brauchen mehr Mittel als bisher: für kleine
Klassen, zur Anstellung von pädagogischem Unterstützungspersonal
(SonderpädagogInnen, SozialarbeiterInnen, DolmetscherInnen,
PsychologInnen) und für eine sozialindexierte Ressourcenzuteilung an
Schulen und Cluster.

Die UGöD tritt dafür ein, dass die rund 300 Millionen Euro
„strukturelles Bildungsbudgetdefizit“ nicht weiter in den allgemeinen
Budgettopf eingezahlt, sondern in die Schulen investiert werden.
Diese Umorientierung der Budgetpolitik ist notwendig und wäre ein
sinnvoller Beitrag des Finanzministers zum Gelingen des
Autonomiepakets.

Die Anhebung des österreichischen Bildungsbudgets auf EU-Niveau
ist Aufgabe der Bundesregierung und des Nationalrates für die
kommende Legislaturperiode.

2. Stärkung der LehrerInnen-Mitbestimmung – Schulautonomie braucht
auch PVG-Reform!
Autonomie bedeutet neue Gestaltungsspielräume. Dafür muss die
LehrerInnen-Mitbestimmung an den Schulen gestärkt werden.
Die UGöD erwartet von der GÖD mehr Einsatz als bisher für eine der
Schulautonomie entsprechende Stärkung der Personalvertretung an jeder
Schule, in jedem Cluster. Nicht nur an AHS und BMHS, sondern auch an
den APS-LandeslehrerInnenbereich, wo das Personalvertretungsgesetz
(PVG) derzeit keine Schul-Personalvertretung vorsieht.

Eine das Autonomiepaket ergänzende Reform des PVG ist eine weitere
Hausaufgabe des im Herbst neu zu wählenden Nationalrates.

3. Für verstärkte Zusammenarbeit der GÖD mit ÖGB und AK
ÖGB und AK sind mit WKO und LKO die Sozialpartner der
Bundesregierung, wenn es um gesetzliche Regelungen in den Bereichen
Sozial-, Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- oder Bildungspolitik geht.
Zukunftsorientierte Bildungsreformen und ihre ausreichende
Finanzierung sind auch Aufgabe einer funktionierenden
Sozialpartnerschaft.

4. Keine große Reform, aber ein Schritt vorwärts
Kinder sind neugierig und verspielt, wollen ihre Welt und sich selber
begreifen, immer besser verstehen, sich zurecht finden können,
gemeinsam und ohne Angst. Diese Entwicklung braucht Zeit fürs Schauen
und Staunen, Grübeln und Träumen. Alle Kinder und Jugendlichen in
unserer Gesellschaft haben ein Recht auf bestmögliche Bildung,
individuelle Förderung und soziale Integration. Dazu wollen wir als
LehrerInnen und GÖD-GewerkschafterInnen beitragen.

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