• 20.06.2017, 17:13:53
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  • OTS0202

FPÖ-Rauch: Atommüllendlager in Grenznähe zu Österreich muss verhindert werden!

Wien (OTS) - „Seit Jahren plant die tschechische Regierung ein
Atommüllendlager in der Grenzregion zum Waldviertel auszubauen. Geht
es nach der tschechischen Regierung, soll bereits 2018 mit der
Endlagerung begonnen werden. Ich habe das nun zum Anlass genommen, im
heutigen Umweltausschuss mit SPÖ und ÖVP einen Antrag zu formulieren,
der Umweltminister Rupprechter zu einem Einschreiten gegen diese
Pläne auffordert. Ein Atommüllendlager würde ein enormes
Gefahrenpotenzial für die österreichische Bevölkerung darstellen. Es
ist nun Gebot der Stunde, auf allen Ebenen gegen diese Pläne
einzuschreiten“, sagte FPÖ-Umweltsprecher NAbg. Walter Rauch.

„Die Lagerung von Atommüll in Grenznähe, welcher noch Jahrhunderte
radioaktiv strahlen wird, darf niemals in die Realität umgesetzt
werden. Es müssen alle Kräfte gebündelt werden, damit diese Gefahr
abgewendet werden kann. Es freut mich daher, dass unser Antrag auch
von SPÖ und ÖVP unterstützt wird“, so Rauch. Als Endlager werde der
Standort Cihadlo in Tschechien genannt, der lediglich 25 Kilometer
von der österreichischen Grenze entfernt sei. „Kaum auszumalen, wenn
sich ein atomarer Zwischenfall an der Grenze zu Österreich ereignet.
Das hätte auch für unsere kommenden Generationen fatale Folgen“,
warnte Rauch.

Abgesehen von der Gefahr eines grenznahen Atommüllendlagers liege
Österreich zudem in einer Gefahrenzone überalterter, störanfälliger
Atommeiler in Tschechien, der Slowakei, in Ungarn oder Slowenien.
„Mit Ende 2017 sind neun der 14 in Betrieb befindlichen
Atomkraftwerke in Temelin, Dukovany, Bohunice, Mochovce und Paks 30
Jahre und länger in Betrieb. Allein in Temelin gab es in den letzten
Jahren über 130 bekannte Stör- bzw. Zwischenfälle. Auch das nur 60
Kilometer von der österreichischen Grenze entfernte AKW Krsko zählt
zu den Hochrisikoreaktoren und vermeldet nahezu regelmäßig Störfälle.
Die Folgen eines atomaren Unfalls in einem der genannten
Kernkraftwerke wären katastrophal“, betonte Rauch.

„Im Interesse einer sicheren Zukunft Österreichs sowie der Gesundheit
seiner Bevölkerung muss eine grenznahe Atommüllendlagerung und der
Betrieb von grenznahen Atomkraftwerken unter Ausschöpfung aller
politischen, diplomatischen und rechtlichen Möglichkeiten verhindert
werden. Das sind wir vor allem unseren kommenden Generationen
schuldig“, so Rauch.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FPK

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