• 19.06.2017, 13:58:28
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Studienplatzfinanzierung – Karlheinz Töchterle: „Worauf warten?“

ÖVP-Wissenschaftssprecher bei der Nationalrats-Sondersitzung – appelliert an SPÖ, massiven Änderungen an Universitäten entsprechend Rechnung zu tragen

Utl.: ÖVP-Wissenschaftssprecher bei der Nationalrats-Sondersitzung –
appelliert an SPÖ, massiven Änderungen an Universitäten
entsprechend Rechnung zu tragen =

Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Worauf warten?“, zitierte
ÖVP-Wissenschaftssprecher Dr. Karlheinz Töchterle in der heutigen
Sondersitzung des Nationalrates zum Thema Bildung das Cover des „Plan
A“ von Bundeskanzler Kern und appellierte erneut, die
Studienplatzfinanzierung rasch umzusetzen. Es sei „die Pflicht
verantwortungsvoller Politik, eigene Positionen auch zu hinterfragen
und den jeweils notwendigen Gegebenheiten anzupassen“, so Töchterle
weiter. Die ÖVP habe dies getan, verwies Töchterle auf die nun
erfolgte Einigung bei der Bildungsreform, die – unter Einbindung der
Betroffenen – das Einrichten von Modellregionen ermöglicht. Das sei
zudem stimmig mit Blick auf den Autonomie-Gedanken, der das
Bildungspaket entscheidend trägt, und man reagiere auch auf
Entwicklungen in den Ballungsräumen. „Und so wie es im Schulbereich
in den vergangenen Jahren massive Änderungen gab, die entsprechende
Lösungen verlangen, so trifft das auch auf die Universitäten zu“,
plädiert der ÖVP-Wissenschaftssprecher nun auch auf Bewegung seitens
der SPÖ.

Die Universitäten hätten in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten
zentrale Entwicklungen durchlebt, die Töchterle – selbst mehrere
Jahrzehnte an der Universität in verschiedenen Funktionen – aktiv
miterlebt hat. Die drei augenscheinlichsten seien der rasante Anstieg
der Studierendenzahlen, die zunehmende Internationalisierung sowie
die stärkere Regulierung und „Verschulung“ der Studien, die
insbesondere in Hinblick auf die Betreuung der Studierenden zentral
ist. „Diesen Änderungen wurde bisher nur ungenügend Rechnung
getragen. Besonders drastisch sehen wir dies bei den mittlerweile
untragbaren Betreuungsverhältnissen in einigen Fächern“, so der
ÖVP-Wissenschaftssprecher. „Das ist in vielerlei Hinsicht ungünstig“,
verwies Töchterle darauf, dass sowohl junge Menschen Studienzeit
verlieren als auch Mittel nicht optimal eingesetzt werden.

Die Konsequenz sei klar: „Wir brauchen Zugangsregelungen an den
Universitäten.“ Er sei daher „hocherfreut“ gewesen, als er den „Plan
A“ des Bundeskanzlers gelesen habe. Darin ist u.a. festgehalten: Es
brauche „eine stärkere Steuerung der Studierenden-Flüsse seitens der
öffentlichen Hand“ (Plan A, S. 78). „Dies ließ hoffen, dass auch die
SPÖ nun bereit ist, den Entwicklungen an den Universitäten Rechnung
zu tragen. Doch ich habe mich offenbar – leider – getäuscht.“ Zuletzt
habe sich gezeigt: „Das ist nicht mehr Plan A, sondern Plan
Aufschub.“ Seit 2010 werde an der Umstellung der
Universitätsfinanzierung und einem geregelten Zugang gearbeitet, es
liegen Modelle und ein Gesetzesvorschlag am Tisch. „Es gäbe nun die
Chance der Umsetzung – schieben wir dieses zentrale
Universitätsprojekt, das eine bessere Betreuung der Studierenden und
eine transparentere Finanzierung der Universitäten bringt, nicht auf
die lange Bank“, unterstrich Töchterle abschließend seinen Appell.
„Worauf warten? Machen wir es jetzt!“
(Schluss)

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