14. Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis 2017 ausgeschrieben

Caritas der Erzdiözese Wien und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien (RLB NÖ-Wien) prämieren zum 14. Mal sozial engagierten Journalismus in den Kategorien Print, TV, Hörfunk und Online

Wien (OTS) - Mit dem Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis werden heuer zum 14. Mal Medienschaffende für herausragende journalistische Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit Themen wie Armut, Pflege, Flucht, Integration, Krankheit oder Diskriminierung auseinandersetzen und Toleranz sowie Verständnis im Umgang mit Menschen an den Rändern der Gesellschaft fördern. Der Preis wird in den vier Kategorien Print, TV, Radio und Online vergeben. Der Medienpreis ist mit insgesamt 20.000 Euro dotiert und damit der höchstdotierte JournalistInnenpreis in Österreich.

„Qualitätsjournalismus war schon lange nicht so bedroht und gleichzeitig so dringend benötigt wie heute. Oft regieren Stimmung statt Fakten, Emotion und Ressentiment anstelle von Inhalten und Einordnung. Halbwahrheiten und Hass verbreiten sich leichter und schneller, als noch vor ein paar Jahren“, sagt Caritas Präsident Michael Landau im Vorfeld. „Umso wichtiger ist es, die Arbeit jener Journalistinnen und Journalisten zu würdigen, die für Fragen einstehen, die keinen Aufschub dulden. Wenn es um Armut, Hunger und um soziale Ausgrenzung geht – wenn Menschen Zukunft und manchmal Gegenwart verweigert wird. In Zeiten von Echokammern und digitaler Gleichzeitigkeit, lautet die Antwort: Abwägung und gründliche Recherche. Dieser Journalismus ist es auch, den wir mit dem Prälat-Leopold-Ungar-JournalistInnenpreis auszeichnen wollen.“

„Neue Entwicklungen als solche erkennen, Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden, Missstände aufzeigen und Positives vor den Vorhang holen  – das macht guten Journalismus aus“, ergänzt Generaldirektor Klaus Buchleitner (RLB NÖ-Wien). „Gerade in Zeiten, da in den Sozialen Medien jeder vom Empfänger zum Sender wird, brauchen wir dringend jemanden, der die Fülle an Informationen auch richtig bewertet und einordnet. Der Prälat-Leopold-Ungar-Preis zeichnet Journalistinnen und Journalisten aus, die mit unbeirrbaren Blick auf soziale Missstände, Ungerechtigkeit und fragwürdige gesellschaftliche Entwicklungen hinweisen aber ebenso den positiven Beispielen von Mut, gesellschaftlichem Einsatz und Toleranz Gehör verschaffen.“

Eingereicht werden können journalistische Arbeiten, die zwischen 1. September 2016 und 31. August 2017 in Österreich veröffentlicht wurden. Die Einreichfrist endet am 1. September 2017 (Datum des Poststempels). Pro BewerberIn können maximal drei Beiträge oder eine Sendereihe eingereicht werden. Die Bewerbungen sind in fünffacher Ausfertigung einzureichen. Alle Informationen zur Ausschreibung und die Einreichformulare sind unter www.leopold-ungar-preis.at zum Download abrufbar.

Die PreisträgerInnen werden am 8. November 2017 in magdas HOTEL ausgezeichnet. 

Die PreisträgerInnen der letzten Jahre: 

2016: Marlene Groihofer (St. Paulus Medienstiftung), Sibylle Hamann (Falter), Thomas Seifert (Wiener Zeitung) sowie Nicole Kampl, Jürgen Pettinger und Lisa-Marie Gotsche (ORF)

2015: Duygu Özkan (Die Presse), Monika Kalcsics (Ö1), Mirjam Unger (ORF) und Simon Hadler (orf.at). Sonderpreis: Eva-Maria Hinterwirth und Team (ORF)

2014: Nina Brnada (u.a. Datum, Die Furche), das Team von Dossier (dossier.at), Christoph Feurstein (ORF Thema) und Bernt Koschuh (Ö1/Ö3)

2013: Sandra Ernst Kaiser (diestandard.at), Peter Liska und Meryem Citak (ORF), Edith Meinhart (Profil) sowie Roberto Talotta (Ö1)

2012: Sarah Bárci (Ö1, Moment – Leben heute), Florian Kröppel (ORF, Kreuz & Quer), Elisabeth Steiner (Der Standard) und Alexia Weiss (Blog auf www.wienerzeitung.at)

2011: Christian Brüser (Ö1-Hörbilder), Ulrike Gladik (online, Bettellobby-Website), Kurt Langbein und Gottfried Derka (ORF, Kreuz & Quer) sowie Barbara Tóth (Falter)

2010: Stefan Apfl (Falter), dastandard.at-RedakteurInnen, Isabelle Engels (Ö1-Hörbilder) sowie Münire Inam und Ernst J. Schwarz (ORF, Report)

2009: Rike Fochler (ORF Thema), Donja Noormofidi und Thomas Wolkinger (Falter) sowie Doris Stoisser (Ö1 Hörbilder)

2008: Judith Brandner (Ö1, Radiokolleg), Katrin Mackowski (ORF, Kreuz & Quer) und Martin Staudinger (Profil)

2007: Irene Brickner (Der Standard), Stefan Hauser (Radio Stephansdom), Barbara Stöckl (ORF, Help TV) sowie Peter Zimmermann und Katja Gasser (Ö1, Hörbilder)

2006: Dorothee Frank (Ö1), Nina Horaczek (Falter), Cornelia Krebs (Ö1) sowie Georg Motylewicz und Christian Schüller (ORF bzw. Bayern Alpha)

2005: Teresa Arrieta (Ö1, Journal Panorama), Wolfgang Machreich (Die Furche) und Andrea Puschl (ORF, Thema)

2004: Florian Klenk (Falter), Ed Moschitz (ORF, Am Schauplatz) und Regina Strassegger (ORF)

Rückfragen & Kontakt:

Martin Gantner
Pressesprecher, Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: 01-878 12-221 Fax-DW: 9221 // Mobil: 0664/889 527 60
martin.gantner@caritas-wien.at

Dr. Michaela Stefan
Pressesprecherin, Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien
Tel. 0043/1/21136-2419
michaela.stefan@rh.raiffeisen.at

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