- 07.06.2017, 19:02:17
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Huainigg: Künftig Vertreter mit Behinderung im ORF-Publikumsrat
Allparteien-Antrag für Selbstvertreter/in im Publikumsrat
Utl.: Allparteien-Antrag für Selbstvertreter/in im Publikumsrat =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Ich begrüße die Initiative des
Bundeskanzleramtes, sich auf Basis der UN-Behindertenrechtskonvention
mit der medialen Darstellung behinderter Menschen in einem
inklusiven, partizipativen Prozess auseinanderzusetzen. Das Ergebnis
dieser Arbeitsgruppe liefert wertvolle Empfehlungen, die kürzlich
präsentiert wurden. Ein erstes konkretes Ergebnis ist die
Medienplattform www.barrierefreiemedien.at mit Empfehlungen, Tipps,
Materialien und Quellen sowie Links für den Sprachgebrauch, für eine
adäquate Bildgestaltung sowie ganz allgemein für die Darstellung von
Menschen mit Behinderungen“, führt Abg. Franz-Joseph Huainigg,
ÖVP-Bereichssprecher für Menschen mit Behinderung, in seiner heutigen
Rede vor dem Nationalrat aus. „Ich hoffe, dass somit Ausdrücke wie an
den Rollstuhl gefesselt, geistig behindert oder Menschen mit
besonderen Bedürfnissen sehr bald der Vergangenheit angehören.“
In diesem Zusammenhang weist Huainigg darauf hin, dass der ORF seinen
öffentlich-rechtlichen Verpflichtungen behinderten Menschen gegenüber
noch nicht vollständig nachkommt. „In den letzten Jahren hat sich
einiges verändert und verbessert, das möchte ich ausdrücklich
festhalten – so etwa gibt es die ZiB in Gebärdensprache und deutlich
mehr untertitelte Sendungen als früher, auch die Audiodeskription
wird laufend erweitert – dennoch fehlt noch ein Stück des Weges für
eine zufriedenstellende Gesamtsituation“, sagt Huainigg und nennt
beispielsweise den Publikumsrat: „Im Publikumsrat des ORF findet sich
derzeit kein einziger Mensch mit Behinderung. Das sollte sich rasch
ändern. In diesem Sinne wurde heute ein Allparteien-Antrag
eingebracht.“
(Schluss)
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