• 07.06.2017, 16:35:07
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FPÖ-Karlsböck: Erhöhung der Studienbeihilfe war längst überfällig

„In Summe ist die Universitätspolitik von ÖVP und SPÖ eine Dauerbaustelle“

Utl.: „In Summe ist die Universitätspolitik von ÖVP und SPÖ eine
Dauerbaustelle“ =

Wien (OTS) - „Die Erhöhung der Studienbeihilfe war längst überfällig
und ist zumindest einmal ein kleiner Schritt in die richtige
Richtung. Allerdings wäre hier deutlich mehr möglich gewesen. So
hätte man die Regelungen für die Zuverdienstgrenzen ebenfalls heute
verbessern können und zwar insofern, als jene Einkommen, die
Studierende in der vorlesungsfreien Zeit erwirtschaften, nicht mehr
in die Obergrenzen von 10.000 Euro eingerechnet werden sollten“,
sagte heute der Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses und
freiheitliche Wissenschaftssprecher NAbg. Dr. Andreas F. Karlsböck,
der auch daran erinnerte, dass lediglich fünf Prozent des
Fördertopfes für begabte Studierende zur Verfügung stünden. „Die
Mittel für Leistungs- und Förderungsstipendien müssen erhöht werden,
leistungswillige und begabte Studierende müssen besser gefördert
werden“, so Karlsböck weiter.

In Summe sei die Universitätspolitik von ÖVP und SPÖ eine
Dauerbaustelle, die Regierungsparteien würden sich auf Schlagwort-
und Überschriftenpolitik beschränken, Vorschläge mit Substanz suche
man vergeblich. „Die ÖVP redet zwar von einem
Studienplatzfinanzierungsmodell, hat aber bisher nichts vorgelegt,
was diesen Namen auch verdient. Eine neue Berechnungsformel allein
macht noch kein nachhaltig wirksames Modell, schon gar nicht, wenn
Zugangsbeschränkungen im Raum stehen. Der freie Hochschulzugang darf
keinesfalls aufs Spiel gesetzt werden, er ermöglicht nicht zuletzt
vielen sozial schwächeren Studierenden eine universitäre Ausbildung“,
erklärte Karlsböck.

„Derzeit finanziert man Universitäten, nicht Studienplätze. Wir
wollen die Umstellung auf eine echte Studienplatzfinanzierung. Unsere
Vorschläge dazu liegen auf dem Tisch. Und wenn die ÖVP ernsthaft,
seriös und konstruktiv darüber diskutieren will, wie man den
‚Studienplatz Österreich‘ zukunftsfit machen kann, werden wir uns
solchen Gesprächen nicht verschließen. Leider aber hat uns allein die
jüngste Vergangenheit – Stichwort Sechs-Parteien-Gespräch – gelehrt,
dass es den Regierungsfraktionen nicht um sachpolitisch sinnvolle
Maßnahmen, sondern um politische Effekthascherei geht“, so Karlsböck.

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