Aslan: Prostitution findet statt – Mehr Rechte für SexarbeiterInnen

Grüne: Verbote und Stigmatisierung gehen auf Kosten von Frauen

Wien (OTS) - Seit vielen Jahren wird der Hurtentag in Österreich - und hier vor allem in Wien - mit mehreren Aktionen begangen. „Am 2. Juni geht es darum, unsere Solidarität mit SexarbeiterInnen zu zeigen“, sagt die Grüne Frauensprecherin, Berivan Aslan.

"Die Politik hat die Pflicht, Rahmenbedingungen für Sexarbeit zu schaffen, die es Frauen und Männern ermöglicht, ihre Tätigkeit sicher, selbstbestimmt und selbstständig ausführen zu können“, stellt Aslan fest. In den letzten Jahren wurden einige Ungerechtigkeiten gegenüber SexarbeiterInnen ausgeräumt. Diese Verbesserungen sind aber punktuell bzw. länderabhängig. Aslan: „Eine bundesweite Regelung, die SexarbeiterInnen über Landesgrenzen hinweg ähnliche Arbeitsbedingungen ermöglicht, fehlt weiterhin.“

Dass sich etwas bewegt, zeigen etwa die Entwicklungen in Tirol. Dort wurden im Landtag erst kürzlich Sexarbeit entkriminalisiert und die Rechte von SexarbeiterInnen auch als UnternehmerInnen gestärkt. „Die rechtliche und soziale Besserstellung von SexarbeiterInnen muss weiter vorangetrieben werden. Auch wenn es inzwischen zahlreiche Versuche in ganz Europa gibt, die Sexarbeit wieder in die Illegalität zu verbannen“, sagt Aslan.

In Sachen Sexarbeit lohnt es sich, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben und sich nicht von ideologischen Argumenten blenden zu lassen. Aslan: „Ein Verbot der Prostitution bringt käuflichen Sex nicht zum Verschwinden. Die Situation der Betroffenen wird dadurch einfach verschlechtert. Das ist klar belegt.“

Der internationale Hurentag geht auf eine Aktion der internationalen Hurenbewegung zurück. Am 2. Juni 1976 besetzten mehr als 100 Sexarbeiterinnen eine katholische Kirche im französischen Lyon. Seither wird der 2. Juni als internationaler Hurentag begangen, um bessere Arbeitsbedingungen von SexarbeiterInnen zu fordern.


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