- 23.05.2017, 10:23:13
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- OTS0068
6,7 Milliarden Exportumsatz im Gewerbe
Laut aktueller Erhebung der KMU Forschung Austria haben die österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe 7,7% ihres Jahresumsatzes 2016 im Ausland erzielt.

Utl.: Laut aktueller Erhebung der KMU Forschung Austria haben die
österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe 7,7% ihres
Jahresumsatzes 2016 im Ausland erzielt. =
Wien (OTS) - Bei einem Gesamtumsatz von 86,9 Milliarden Euro lag das
Exportvolumen der österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe bei
6,7 Milliarden Euro.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Exportquote zwar um 0,1
Prozentpunkte leicht gesunken, das Exportvolumen stieg aber um 0,5%.
Die Exporte werden allerdings von nur wenigen Unternehmen getragen.
Lediglich 15% der Gewerbe- und Handwerksbetriebe waren 2016 auch im
Ausland aktiv. Da zeigt sich ein enormes Potenzial, meint Walter
Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria. Das Gewerbe und Handwerk
zeichnet sich durch qualitativ hochwertigste Produkte und
Dienstleistungen mit generell sehr guten Chancen auf internationalen
Märkten aus. Diese Chancen werden aber sowohl regional als auch
branchenspezifisch sehr unterschiedlich genutzt.
Im Bundesländerranking führt Vorarlberg, wo 42% der Betriebe Umsätze
mit ausländischen Kunden realisierten. Demgegenüber waren z. B. in
der Steiermark nur 7% der Betriebe exportorientiert. Die Exportquote
der exportierenden Unternehmen betrug in Oberösterreich 36%, in Tirol
hingegen lediglich 15%. Bezogen auf alle Gewerbe- und
Handwerksbetriebe (auch nicht exportierende) lag die
durchschnittliche Exportquote in Vorarlberg bei 13,8%, in der
Steiermark bei 4%.
Eine noch größere Bandbreite zeigt sich nach Branchen. So
erwirtschafteten z. B. 70% der Kunststoffverarbeiter 36% ihres
Umsatzes im Ausland. Im Baugewerbe arbeiteten hingegen lediglich 6%
der Betriebe für nichtösterreichische Auftraggeber, bei den Tischlern
waren es 17% und bei den Mechatronikern 47%.
Der Anteil exportierender Unternehmen und die Exportquote differieren
auch stark nach Unternehmensgrößen. Von den größeren Gewerbe- und
Handwerksbetrieben (mit 20 und mehr Beschäftigten) waren 39%
exportorientiert, von den Kleinstbetrieben (mit weniger als 10
Beschäftigten) hingegen nur 13%.
Walter Bornett vermutet, dass in kleineren Betrieben vor allem die
Personalkapazität für gezielte Innovation bzw. Marktbearbeitung fehlt
und empfiehlt die Kooperation, z. B. mit Innovationsexperten aus dem
Netzwerk der Austrian Cooperative Research (ACR).
Die KMU Forschung Austria ist Mitglied von Austrian Cooperative
Research (ACR), der Interessenvertretung der Kooperativen Forschung
in Österreich. ACR ermöglicht für kleine und mittlere Betriebe die
Umsetzung von Innovationen und ist ihr Netzwerkpartner in Forschung
und Forschungspolitik. www.acr.at
Datenquelle:
KMU Forschung Austria, Konjunkturbericht für das Gewerbe und
Handwerk, 1. Quartal 2017, Wien, April 2017
Grafiken und Tabellen mit Detailergebnissen unter:
http://www.kmuforschung.ac.at/index.php/de/presseservice
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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