FPÖ-Jannach: AMA-Gütesiegel floppt bei Test durch den VKI

Wien (OTS) - Beredtes Schweigen herrschte bei der Fragestunde an den ÖVP-Landwirtschaftsminister Rupprechter auf die Frage von FPÖ-Agrarsprecher NAbg. Harald Jannach, warum denn die AMA-Gütesiegelprodukte bei einem Test des Vereins für Konsumenteninformation so schlecht abgeschnitten haben. „Der VKI testete verpackte und offene Extrawurst und veröffentlichte die Ergebnisse in der Ausgabe 5/2017. Und die Ergebnisse waren vor allem in Bezug auf Produkte mit dem AMA-Gütesiegel mehr als ernüchternd“, erklärte Jannach.

„Unter den ersten neun als für am besten getesteten Produkten befanden sich lediglich drei mit dem AMA-Gütesiegel. Im Gegensatz dazu befanden sich unter den fünf am schlechtesten bewerteten vier mit dem AMA-Gütesiegel“, erläuterte Jannach.

„Landwirtschaftsminister Rupprechter konnte nicht erläutern, warum Produkte mit dem AMA-Gütesiegel derart katastrophal beim Test abgeschnitten haben. Das ist sehr bedenklich, da gerade der Landwirtschaftsminister und die AMA-Marketing GmbH immer betonen, dass die AMA-Gütesiegel-Produkte für höchste Qualität stehen“, zeigte sich Jannach verwundert.

„AMA-Gütesiegel-Produkte schneiden bei Tests scheinbar nur dann sehr gut ab, wenn die AMA-Marketing oder das Landwirtschaftsministerium selbst die Tests durchführt“, so Jannach.

In der Fragestunde musste Landwirtschaftsminister Rupprechter zudem zugeben, dass das AMA-Gütesiegel weder Gentechnik- oder Palmölfreiheit garantiere. Von der sogenannten „Drittelregelung“ bei Be- und Verarbeitungsprodukten, die einen Fremdanteil (Rohstoffe ausländischer Herkunft) von einem Drittel zulassen, will der Landwirtschaftsminister ebenfalls nicht abweichen.

„Um ein transparentes und ehrliches Gütezeichen zum Schutz der Konsumenten und der österreichischen Bauern sicherzustellen, müssen die Richtlinien des AMA-Gütesiegels geändert werden“, forderte Jannach die absolute Gentechnik- und Palmöl-Freiheit von Produkten mit dem AMA-Gütesiegel sowie eine Änderung von 33 Prozent - Fremdinhaltsstoff-Anteil auf fünf bis maximal zehn Prozent „Auslandsanteil“.

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