Dziedzic: Bundespräsident Van der Bellen steht für Weltoffenheit & Solidarität

Grüne: Empfang einer LGBTI-Delegation in der Hofburg wichtiges Zeichen

Wien (OTS) - „Weltweit werden aktuell demokratische Werte untergraben und Menschenrechte rücken in den Hintergrund. Dass der österreichische Bundespräsident im Vorfeld des weltweiten Aktionstages gegen Homo- und Transphobie eine überparteiliche Delegation von rund 50 Aktivist_innen aus dem LGBTI-Bereich in der Hofburg empfängt, ist ein wichtiges Zeichen", sagt Ewa Dziedzic, Grüne LGBTI-Sprecherin und Grüne Bundesrätin.

Morgen, am 17.Mai, wird weltweit in über 130 Ländern der Internationale Tag gegen Homo-und Transphobie (IDAHOT) als Aktionstag begangen. Dies geschieht in Anlehnung an den 17.Mai 1990, als die WHO beschloss, Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten zu streichen. Der Aktionstag wurde 2004 ins Leben gerufen, um die Aufmerksamkeit von politischen Entscheidungsträger_innen, Meinungsbildner_innen, sozialen Bewegungen, der Öffentlichkeit auf die Diskriminierung und Gewalt, die LGBTI -Personen immer noch weltweit erfahren, zu richten.

"Auch in Österreich gibt es jährlich Aktionen und der Tag wird genutzt, um politische Maßnahmen einzufordern." Die Unterstützung der Politik für die Rechte und Anliegen der LGBTI-Community sind enorm wichtig. Denn diese ist aktuell wieder mit Verfolgung, Zunahme an Diskriminierung und Übergriffen im öffentlichen Raum konfrontiert", sagt Dziedzic. ILGA World (International Lesbian, Gay, Bisexual, Trans and Intersex Association) veröffentlichte am 15.Mai den Bericht "State Sponsored Homophobia" mit alarmierenden Zahlen: In acht UN-Mitgliedsstaaten gilt die Todesstrafe auf Homosexualität, in 72 Staaten wird Homosexualität kriminalisiert. Die Liste an Brutalitäten die Trans*Menschen tagtäglich weltweit erleben bis hin zur Ermordung ist endlos.

"Unsere Arbeit ist nicht zu Ende, solange sich Lesben, Schwule, Bi*, Trans* und Intergeschlechtliche Menschen in Österreich vor verbaler oder physischer Gewalt fürchten oder überhaupt um Sichtbarkeit und gegen Diskriminierung kämpfen müssen. Die Einladung von Bundespräsident Alexander Van der Bellen heute Nachmittag ist ein wichtiges gesellschaftspolitisches Signal. Werte wie Freiheit, Demokratie und Gleichheit sind nicht bloß Slogans, sondern gelebte Überzeugung", so Dziedzic abschließend.

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