• 16.05.2017, 09:58:38
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  • OTS0037

Zunehmender Fachkräftebedarf in Gewerbe und Handwerksbetrieben

34% der Gewerbe- und Handwerksbetriebe leiden derzeit unter fehlenden Fachkräften. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre waren es rd. 27%.

Anteil der Gewerbe-/Handwerksbetriebe mit
Fachkräftebedarf (in %)

Utl.: 34% der Gewerbe- und Handwerksbetriebe leiden derzeit unter
fehlenden Fachkräften. Im Durchschnitt der letzten fünf Jahre
waren es rd. 27%. =

Wien (OTS) - Gärtner und Floristen, Hafner, Platten- und
Fliesenleger, Dachdecker, Glaser, Spengler, Elektro-, Gebäude-,
Alarm- und Kommunikationstechniker, Sanitär-, Heizungs- und
Lüftungstechniker, Tischler, Friseure, Bau- und Bauhilfsgewerbe sowie
Kunststoffverarbeiter zählen laut Konjunkturbeobachtung der KMU
Forschung Austria zu den Branchen mit überdurchschnittlichem
Fachkräftebedarf.

Im Bundesländervergleich fehlen Fachkräfte vor allem in Tirol,
Vorarlberg, Kärnten, Oberösterreich und der Steiermark.
Österreichweit dürfte der Bedarf an qualifizierten Fachkräften im
Gewerbe und Handwerk bei mindestens 20.000 liegen, schätzt Walter
Bornett, Direktor der KMU Forschung Austria und Aufsichtsrat von
Austrian Cooperative Research (ACR).

Das Gewerbe und Handwerk ist mit rd. 730.000 Beschäftigten der größte
Arbeitgeber Österreichs und auch der mit Abstand wichtigste
Ausbildungssektor: Per 31.12.2016 wurden in 16.519 Lehrbetrieben
44.909 Lehrlinge ausgebildet. Das Gewerbe und Handwerk stellt damit
56% aller Ausbildungsbetriebe und 42% aller Lehrplätze. Obwohl die
Absolvierung einer Lehrausbildung enorme Karrierechancen - bis zur
Selbstständigkeit als Unternehmerin bzw. Unternehmer - in unglaublich
vielen zukunftsträchtigen Berufsfeldern bietet, reicht das derzeitige
Lehrlingsangebot offensichtlich nicht aus, den Fachkräftebedarf zu
decken.

Möglicherweise stehen wir aber am Beginn einer Trendwende, meint
Walter Bornett. 2016 ist erstmals seit 2011 die Anzahl der Lehrlinge
im ersten Lehrjahr gestiegen (+2%) und 38,2% der 15-jährigen
Jugendlichen entschieden sich für eine Lehrausbildung, 2015 waren es
37,8%.

Die KMU Forschung Austria ist Mitglied von Austrian Cooperative
Research (ACR), der Interessenvertretung der Kooperativen Forschung
in Österreich. ACR ermöglicht für kleine und mittlere Betriebe die
Umsetzung von Innovationen und ist ihr Netzwerkpartner in Forschung
und Forschungspolitik. www.acr.at

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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