- 15.05.2017, 14:51:56
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- OTS0145
E-Wirtschaft bedauert Trennung der gemeinsamen deutsch-österreichischen Strompreiszone
Einigung der Regulatoren vermeidet gravierende Einschränkungen für grenzüberschreitenden Stromhandel
Utl.: Einigung der Regulatoren vermeidet gravierende Einschränkungen
für grenzüberschreitenden Stromhandel =
Wien (OTS) - Die von den Regulatoren vorgestellte Einigung zur
technischen Umsetzung der von Deutschland einseitig ausgerufenen
Trennung der gemeinsamen Preiszone ist geeignet, gravierende
Einschränkungen für grenzüberschreitenden Stromgroßhandel möglichst
gering zu halten, erklärte Wolfgang Anzengruber, Präsident von
Oesterreichs Energie in einer ersten Reaktion. Ab 1. Oktober 2018
können im Stromaustausch zwischen den beiden Ländern nur noch 4.900
Megawatt Strom durch Langfristkapazitäten vergeben werden.
Konkrete Auswirkungen dieser Entscheidung werde man erst anhand der
Reaktion der Märkte feststellen können. Mit dieser technischen
Umsetzungslösung endet jedenfalls ein jahrelanger unerfreulicher
Diskurs. Anzengruber: „Dies dürfte unter den gegebenen
Rahmenbedingungen das beste noch zu erzielende Ergebnis sein.“
„Diese Entscheidung ist gefallen, doch wir sind nach wie vor davon
überzeugt, dass die Trennung der Preiszone an der
deutsch-österreichischen Grenze der falsche Weg ist“, so Anzengruber.
Jetzt geht es darum, den Schaden zu minimieren, ergänzte der
Präsident von Oesterreichs Energie. Ob dies gelinge, werde vom guten
Willen aller Akteure und einer Vielzahl von begleitenden Maßnahmen
abhängen, die es bis Oktober 2018 vorzubereiten gelte. Positiv sieht
Anzengruber, „dass wir in Österreich Einigkeit auf breiter Basis
gefunden haben und trotz aller widerstrebenden Interessen gemeinsam
aufgetreten sind.“
Ein effizienter Stromaustausch mit Deutschland hat nicht nur große
Bedeutung für die heimische E-Wirtschaft, sondern ist von Interesse
für ganz Österreich und alle Stromkunden, die ansonsten höhere Kosten
zu erwarten hätten. Anzengruber sieht die Probleme im Stromtransport
von Norden nach Süden zudem zeitlich befristet, bis Deutschland für
ausreichende Übertragungskapazitäten im Inland gesorgt habe. Ein
wesentlicher Eckpunkt der aktuellen Lösung ist, dass künftig die
Stromhandelskapazitäten mit einem weiteren Übertragungsnetzausbau
etappenweise erhöht werden.
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