Verbindliche Regeln für eine verantwortungsvolle globale Wirtschaft nötig

Das Netzwerk Soziale Verantwortung legt konkrete Empfehlungen für verbindliche Regeln für die globalisierte Wirtschaft vor

Wien (OTS) - Bei der heutigen gemeinsamen Veranstaltung „Globalisierte Wirtschaft – Globalisierte Verantwortung?“ von Netzwerk Soziale Verantwortung (NeSoVe), Sozialministerium, Bundesministerium für Justiz und AK Wien im Großen Festsaal des Justizministeriums diskutierten internationale und österreichische ExpertInnen die Verantwortung von europäischen Unternehmen in ihrer internationalen Liefer- und Wertschöpfungskette.

Danielle Auroi, Abgeordnete der Assemble nationale, stellte das kürzlich in Frankreich verabschiedete Gesetz vor, das französische Unternehmen verpflichtet, einen menschenrechtlichen Sorgfaltsprüfungsplan auch für Zuliefer- und Tochterunternehmen vorzulegen. VertreterInnen aus Deutschland und der Schweiz stellten ähnliche Gesetzesinitiativen zur menschenrechtlichen Verantwortung von Unternehmen vor.

In einer österreichischen ExpertInnenrunde mit VertreterInnen des Justizministeriums, des Sozialministeriums und des Wirtschaftsministeriums wurden die Möglichkeiten einer Implementierung menschenrechtlicher Sorgfalts(prüfungs)pflichten für österreichische Unternehmen diskutiert.

Stefan Grasgruber-Kerl, Vorstandsvorsitzender des Netzwerks Soziale Verantwortung, resümierte zum Abschluss der von Maria Sterkl moderierten Diskussion:

„Das europäische Parlament hat erst kürzlich am Beispiel der schrecklichen Fabriksunfälle von Rana Plaza (2013) und Ali Enterprises (2012) in der Bekleidungsindustrie in Bangladesch und Pakistan mit über tausend Toten auf die Notwendigkeit verbindlicher Regeln für unternehmerische Verantwortung hingewiesen. Verantwortungslosigkeit und Straflosigkeit bei Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen müssen endlich der Vergangenheit angehören. Wir haben heute am Beispiel Frankreich gehört, dass verbindliche Gesetze für Unternehmensverantwortung möglich sind. Das Netzwerk Soziale Verantwortung hat konkrete Empfehlungen für verbindliche und effektiv durchsetzbare Regeln in Österreich vorgelegt. Wir müssen sie nur umsetzen – dazu haben wir mit der heutigen Veranstaltung hoffentlich erste Schritte gesetzt.

Diese Veranstaltung wird mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union im Rahmen des Projekts „Supply Cha!nge - Make Supermarkets Fair“ durchgeführt. Die Verantwortung für den Inhalt liegt allein bei den Veranstalterinnen und kann unter keinen Umständen als Wiedergabe der Position der Europäischen Union verstanden werden.

Rückfragen & Kontakt:

Matthias Kötter
Öffentlichkeitsarbeit
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Stefan Grasgruber-Kerl
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