- 11.05.2017, 11:49:32
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- OTS0108
IKG: Der 8. Mai wurde als Tag der Befreiung gefeiert
Was ist in Bleiburg/Kärnten anders?
Utl.: Was ist in Bleiburg/Kärnten anders? =
Wien (OTS) - Am kommenden Samstag treffen sich in Bleiburg/Pliberk
zehntausende AnhängerInnen des faschistischen kroatischen
Satellitenstaates aus der Zeit des 2. Weltkrieges, um die Soldaten
der Ustascha und Angehörige der Waffen-SS als Helden zu
glorifizieren. Vordergründig wird der Verfolgung von Angehörigen der
Ustascha nach Kriegsende gedacht.
Sowohl der Bürgermeister von Bleiburg als auch sein Stellvertreter
vertreten politische Richtungen, deren Anhänger während der NS-Zeit
verfolgt wurden. Gerade sie sollten, im Bewusstsein der Geschichte,
diesem Treffen ein Ende setzen und den Ankauf von Grundstücken zum
Zwecke der Errichtung einschlägiger Gedenkstätten verhindern. Immer
wieder werden bei diesen Veranstaltungen Symbole mit Bezügen zur
NS-Zeit gezeigt. Hier wäre ein Einschreiten der
Bezirkshauptmannschaft im Sinne des Abzeichengesetzes gefordert.
Getarnt als kirchliche Feier findet diese Veranstaltung
offensichtlich unter Irreführung der Katholischen Kirche statt. In
der Vergangenheit wurde diese Feier von einem kroatischen Bischof
geleitet. Auch soll sich eines der Grundstücke, auf denen die
Versammlung stattfindet, im Besitz eines Klerikers befinden.
Diese höchst bedenklichen Vorgänge, nur wenig Tage nach dem Fest der
Freude am 8. Mai, lassen am Willen zur geschichtlichen Aufarbeitung
in diesem Teil Österreichs zweifeln. (Schluss)
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