IKG: Der 8. Mai wurde als Tag der Befreiung gefeiert

Was ist in Bleiburg/Kärnten anders?

Wien (OTS) - Am kommenden Samstag treffen sich in Bleiburg/Pliberk zehntausende AnhängerInnen des faschistischen kroatischen Satellitenstaates aus der Zeit des 2. Weltkrieges, um die Soldaten der Ustascha und Angehörige der Waffen-SS als Helden zu glorifizieren. Vordergründig wird der Verfolgung von Angehörigen der Ustascha nach Kriegsende gedacht.

Sowohl der Bürgermeister von Bleiburg als auch sein Stellvertreter vertreten politische Richtungen, deren Anhänger während der NS-Zeit verfolgt wurden. Gerade sie sollten, im Bewusstsein der Geschichte, diesem Treffen ein Ende setzen und den Ankauf von Grundstücken zum Zwecke der Errichtung einschlägiger Gedenkstätten verhindern. Immer wieder werden bei diesen Veranstaltungen Symbole mit Bezügen zur NS-Zeit gezeigt. Hier wäre ein Einschreiten der Bezirkshauptmannschaft im Sinne des Abzeichengesetzes gefordert.

Getarnt als kirchliche Feier findet diese Veranstaltung offensichtlich unter Irreführung der Katholischen Kirche statt. In der Vergangenheit wurde diese Feier von einem kroatischen Bischof geleitet. Auch soll sich eines der Grundstücke, auf denen die Versammlung stattfindet, im Besitz eines Klerikers befinden.

Diese höchst bedenklichen Vorgänge, nur wenig Tage nach dem Fest der Freude am 8. Mai, lassen am Willen zur geschichtlichen Aufarbeitung in diesem Teil Österreichs zweifeln. (Schluss)

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