Korosec und Becker: Einigungswerk Europa unverzichtbar, Verantwortung der EU-Staaten im eigenen Land stärken

Mehr Europa, wo kein Staat alleine Probleme lösen kann schafft - weniger Europa, wo die eigenen Länder näher am Bürger sind

Wien (OTS) - Aus Anlass des Europatages 2017 erinnern Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosec und Senioren-Europaabgeordneter Heinz K. Becker nachdrücklich an die enorme Bedeutung der EU für den gesamten Kontinent und stellen zugleich fest, in welche Richtung die zukünftige Entwicklung gehen sollte. Korosec: „Gerade die große Bevölkerungsgruppe der Seniorinnen und Senioren weiß aus den Erfahrungen der Kriegs- und Nachkriegszeit, dass uns das Einigungswerk Europas bereits über 70 Jahre Frieden schenkt und die gelungene Wirtschaftsunion einen weiter steigenden Wohlstand sichert. Aber nicht alles ist eitel Wonne in Europa - das erleben wir bei den Migrationsproblemen, Brexit und den beunruhigenden Krisen von Ukraine über Syrien bis Türkei. Der Europatag soll daher uns Österreicher daran erinnern, den anti-europäischen Populisten in der Politik nicht zu vertrauen, darüber hinaus die Verantwortung der EU-Mitgliedstaaten einzumahnen, gerade jetzt den europäischen Zusammenhalt zu stärken und die EU-Kommission aufzufordern, die Rolle der einzelnen Länder Europas dort zu fördern, wo es um nationale Angelegenheiten geht.“ Becker: „Keine Alternative zur EU“
Europaabgeordneter und Seniorenbund-Generalsekretär Becker bestärkt dies: „Die aktuelle weltpolitische Lage beweist es glasklar: Die EU ist unverzichtbar und alternativlos – wir brauchen daher mehr Europa, dort wo kein Staat allein die Probleme lösen kann und weniger Europa dort, wo die Länder einfach näher am Bürger sind. Wir müssen als nächsten Schritt die EU raschest weiterentwickeln zu einer Sicherheitsunion und einer Verteidigungsunion. Und: Ja zu einem Sozialen Europa, aber ohne europaweite Harmonisierungen, die zum Beispiel das österreichische Sozialsystem schwächen könnten, sondern durch Anheben der Sozialstandards dort, wo sie weit von unseren entfernt sind. Das ist der Weg, mit dem die EU das Vertrauen der Menschen Europas gewinnen kann.“
Ja zum Schutz der EU-Außengrenzen
Als Vertreter der älteren Generationen und zugleich im Interesse der nachkommenden jüngeren Generationen sind sich Korosec und Becker darin einig, dass die EU eine Priorität auf einen umfassenden und voll wirksamen Außengrenzschutz legen muss, der unkontrollierte Migration verhindert und wieder die offenen Grenzen innerhalb der EU sicherstellt. Solange sich aber die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten nicht auf einen gemeinsamen Weg einigen, müssen nationale Maßnahmen gegen illegale Einwanderer auch für Österreich möglich sein. Seniorenbund-Präsidentin Korosec zusammenfassend:
„Jetzt heißt es für alle in der EU, an einem Strang zu ziehen, um den Frieden, den Wohlstand und die Sicherheit in Europa auch in Zukunft zu erhalten und auszubauen.“

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