ZUSAMMEN:ÖSTERREICH Gründer/innen: Wirtschaftsprofis unterstützen Zuwander/innen und Flüchtlinge bei Verwirklichung ihrer Geschäftsidee

BM Kurz: „Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt ist entscheidender Schritt für Integration“ / Förderprogramm unterstützt mit Coachings und Seminaren

Wien (OTS) - Am 5. Mai 2017 fand die Stipendienverleihung der neuen Aktion „ZUSAMMEN:ÖSTERREICH Gründer/innen“ des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) statt. 10 angehende Unternehmer/innen, die Migrationshintergrund haben oder nach Österreich geflüchtet sind, starten nun in das neue ÖIF-Förderprogramm. In den nächsten zwei Jahren werden sie von erfahrenen Unternehmer/innen ehrenamtlich bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee unterstützt. Dazu werden zielgerichtete Coachings abgehalten und die Stipendiat/innen beim Knüpfen wertvoller Kontakte und dem Aufbau eines Netzwerks in ihrem unternehmerischen Bereich unterstützt.

Teilhabe auf Arbeitsmarkt entscheidend für Integration

Integrationsminister Sebastian Kurz: „Für eine gelungene Integration ist eine möglichst rasche Eingliederung in den Arbeitsmarkt entscheidend. Uns ist es ein besonderes Anliegen, innovative Geschäftsideen und mutige angehende Unternehmerinnen und Unternehmer mit Flucht- und Migrationshintergrund zu fördern: Sie stellen ein großes Arbeitskräftepotenzial für die heimische Wirtschaft dar und leisten einen wichtigen Beitrag für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Österreich.“

Franz Wolf, Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF): „Mitgebrachte Qualifikationen von Flüchtlingen und Zuwander/innen gilt es bestmöglich zu nützen. Die Vielfalt der für den ersten Durchgang ausgewählten Projekte und Ideen zeigt das vorhandene Potenzial. Dieses gilt es für den österreichischen Arbeitsmarkt nutzbar zu machen.“

Teilnehmer/innen u. a. aus Syrien, Bosnien sowie der Türkei

Die Herkunftsländer der zehn ausgewählten Stipendiat/innen, darunter drei Frauen, sind breit gefächert: Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, der Türkei, Bosnien und Herzegowina sowie Slowenien, der Slowakei, der Ukraine und Russland. Alle haben Migrationshintergrund oder sind als Flüchtlinge nach Österreich gekommen und wollen sich hier mit ihrer Geschäftsidee selbstständig machen.

Geschäftsideen von Flüchtlingen: Syrische Süßigkeiten und afghanische Kaschmirwolle

Auch was die ausgewählten Projekte betrifft, zeigt sich eine große Vielfalt: von Solaranlagen, die ohne Batterien funktionieren, über Apps für Hausverwaltungen sowie Elektroroller-Sharing oder individuelle Online-Deutschkurse und Berufs- und Bildungsberatung. Zwei angehende Unternehmer, die aus Syrien und Afghanistan stammen, setzen außerdem auf den Vertrieb traditioneller Produkte aus ihren Herkunftsländern wie syrischer Süßigkeiten und afghanischer Kaschmirwolle. 

Über ZUSAMMEN:ÖSTERREICH Gründer/innen

„Ideen verwirklichen. Erfolge schaffen“ ist das Motto von „ZUSAMMEN:ÖSTERREICH Gründer/innen“, dem neuen Förderprogramm des Österreichischen Integrationsfonds für angehende Unternehmer/innen mit Flucht- oder Migrationshintergrund. Bewerben konnten sich Personen ab 18 Jahren, einzeln oder in Gruppen, die in Österreich noch kein Unternehmen gegründet haben. Gemeinsam mit Initiatorin Aleksandra Izdebska und ausgewählten Partner/innen wie Boston Consulting Group (BCG), der Jungen Industrie oder Jungen Wirtschaft bietet der ÖIF den Teilnehmer/innen über zwei Jahre hinweg Coachings und Workshops, ermöglicht die Teilnahme an Veranstaltungen und Gesprächen mit Unternehmer/innen, unterstützt sie beim Aufbau von Netzwerken und begleitet sie durch ein Mentoringsystem auf dem Weg zur Umsetzung ihrer Geschäftsidee.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Integrationsfonds
MMag. Franziska Troger
+43 1 7101203 333
franziska.troger@integrationsfonds.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OIF0002