• 05.05.2017, 09:54:41
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Ledl-Rossmann: Machen wir die Pflegeversorgung in Österreich besser ohne dabei das engagierte Pflegepersonal schlecht zu machen

-Volksanwaltschaft zeigt Handlungsbedarf auf - Pflegepersonal braucht Unterstützung und keine Generalverdächtigungen

Utl.: -Volksanwaltschaft zeigt Handlungsbedarf auf - Pflegepersonal
braucht
Unterstützung und keine Generalverdächtigungen =

Wien (PK) - "In der großen Enquete des Bundesrates zum Thema Pflege
wurden bereits im April wichtige Arbeitsfelder einer
verantwortungsvollen Sozialpolitik aufgezeigt. Lassen wir den
Scheinwerfer auf dem Pflegethema und schaffen wir jetzt gemeinsam
die Voraussetzungen für eine größtmögliche Betreuungsqualität", so
Sonja Ledl-Rossmann, Präsidentin des Bundesrates zur aktuellen
Diskussion um den Pflege-Bericht der Volksanwaltschaft. "Ich komme
selbst aus dem Pflegebereich und weiß, wie viele Menschen engagiert
und liebevoll ihren Beruf ausüben. Sie alle haben es nicht verdient,
dass ihre verantwortungsvolle Arbeit unter einem Generalverdacht
steht. Schwarze Schafe haben in der Betreuung älterer oder
behinderter Menschen nichts verloren - sorgen wir also dafür, dass
Missstände schnell und zuverlässig entdeckt und konsequent
aufgeräumt werden können. Und investieren wir noch viel mehr Energie
in die Weiterentwicklung der Pflegeversorgung." Schon in den
kommenden Jahren werde sich die Zahl der alten Menschen in
Österreich verdoppeln. "Jedem Einzelnen von ihnen sind wir es
schuldig, ein Pflegesystem zu schaffen, das über jeden Zweifel
erhaben ist und würdevolles Leben im Alter ermöglicht."

Für Bundesratspräsidentin Ledl-Rossmann geht es dabei um
medizinische, pflegerische, finanzielle, psychologische,
weltanschauliche, aber vor allem um zwischenmenschliche Aspekte:
"Wir müssen sowohl betroffenen Menschen, als auch ihren Angehörigen
und in der Pflege Tätigen vermitteln, dass sie nicht allein gelassen
werden. Sie dürfen nicht am Rande der Gesellschaft stehen sondern im
Zentrum, von wo aus wir sie sehen, unterstützen und wertschätzen
können."

Für Ledl-Rossmann ist der Arbeitsschwerpunkt ihrer Präsidentschaft
mit Weitsicht gewählt, "weil Pflege viel zu oft nur dann im Fokus
steht, wenn Defizite aufgezeigt wurden. Eine so komplexe
Herausforderung löst man aber nicht mit anlassbezogenen Hauruck-
Aktionen sondern nur im Zusammenspiel aller Player in einem
kontinuierlichen Reformprozess. Ich habe mir deshalb in den
vergangenen Monaten vor Ort in den Bundesländern, in den Gemeinden
ein Bild gemacht und mit vielen gepflegten Menschen, ihren
Angehörigen und Pflegekräften gesprochen." Vieles davon sei bereits
in der Pflege-Enquete des Bundesrates mit den Experten intensiv
diskutiert worden, aber jetzt brauche es konkrete Aktivitäten, die
über die halbjährige Bundesratspräsidentschaft hinaus andauern
müssen. "Mein Ziel war und ist es, das Thema ins Bewusstsein aller
Entscheidungsträger und der österreichischen Bevölkerung zu holen.
Ich möchte in meiner jetzigen Funktion an der Spitze des
Bundesrates, aber auch danach an dieser großen gesellschaftlichen
Herausforderung arbeiten und meinen Beitrag leisten", so Ledl-
Rossmann. (Schluss) red

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