• 04.05.2017, 14:38:55
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  • OTS0183

Fekter: Autonomie der Museen muss erhalten bleiben - Ausgliederung war Erfolgsprojekt

ÖVP-Kultursprecherin warnt davor, das Museumsmanagement zurück in die Ministerialbürokratie zu geben

Utl.: ÖVP-Kultursprecherin warnt davor, das Museumsmanagement zurück
in die Ministerialbürokratie zu geben =

Wien (OTS) - "Die Autonomie der Museen muss jedenfalls erhalten
bleiben", betont ÖVP-Kultursprecherin Abg. Dr. Maria Fekter und warnt
davor, das Museumsmanagement in die Ministerialbürokratie mit
Durchgriffs- und Weisungsrecht zurückfallen zu lassen. "Die
Ausgliederung hat unseren Museen gut getan – das ist eine
Erfolgsstory, die unsere Bundesmuseen zu internationaler Bedeutung
verholfen hat. Daher sind wir bei Strukturänderungen und politischen
Eingriffsmöglichkeiten mehr als vorsichtig. Die Ministerialbürokratie
darf nicht die Bundesmuseen führen!"

"Das Weißbuch, das heute in der Sitzung des Kulturausschusses
präsentiert und diskutiert wurde, zeigt die Erfolgsgeschichte unserer
Museen deutlich auf und hält die derzeitigen Rechtsformen als
Anstalten ohne Weisungsrecht für gut geeignet." Eine Einmischung der
Politik in die Kunst sei heikel, warnt Fekter und sieht sich eins mit
den Experten, die eine Rückführung der Museen ins Ressort in der
Ausschusssitzung auch dezidiert abgelehnt haben.

Wie im Weißbuch vorgeschlagen, begrüßt Fekter die Erarbeitung eines
Leitbildes des Bundes für Kunst und Kultur sowie Entwicklungspläne
für die Bundesmuseen. "Der derzeit gültige gesetzliche Auftrag und
darauf aufbauend die Leitbilder der einzelnen Häuser könnten
solcherart weiterentwickelt und harmonisiert werden. Ebenso sollten
die aufgezeigten verwaltungstechnischen Synergieeffekte möglichst
rasch realisiert werden. Shared Services, modernes
Personalmanagement, eine bessere Zusammenarbeit der Direktorinnen und
Direktoren, Gemeinsamkeit bei Revision und Controlling, einheitliche
Kollektivverträge etc. könnten Vorteile bringen."

Die angedachte "Bundesmuseenkonferenz" – unterstützt von einem
wissenschaftlichen Beirat - soll künftig die gemeinsame Vorgangsweise
aller Bundesmuseen optimal abstimmen und Vorgaben des Ressorts
umsetzen helfen. Die Evaluierung der Ausgliederungen durch eine
externe Beratungsfirma gemeinsam mit einer Expertengruppe aus den
Museumsbetrieben hat viele Vorschläge aufgezeigt. Fekter erwartet
sich deren Umsetzung mit besonderer Sensibilität für die jeweiligen
Museen.

Die heutige Sitzung des Kulturausschusses fand erstmals unter neuem
Vorsitz statt. "Ich kenne den neuen Vorsitzenden Sepp Schellhorn als
kulturaffinen, pragmatischen Menschen. Er wird die Sache gut machen –
ich wünsche ihm viel Erfolg im Interesse der Kunst und Kultur", sagte
Fekter.
(Schluss)

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