- 03.05.2017, 11:00:16
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Tag der Inklusion: Persönliche Assistenz baut Barrieren ab
Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz: Lebenshilfe präsentiert Forderungen von Menschen mit intellektuellen Behinderungen und Dialogpapier
Utl.: Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz: Lebenshilfe
präsentiert Forderungen von Menschen mit intellektuellen
Behinderungen und Dialogpapier =
Wien (OTS) - Eine zentrale Forderung von Menschen mit intellektuellen
Behinderungen ist die Einführung eines bundesweiten Rechtsanspruches
auf Persönliche Assistenz, die die bisherigen Dienstleistungen
ergänzen soll. Unterstützende Personen sind ein Schlüssel zur
Barrierefreiheit für Menschen mit intellektuellen Behinderungen.
Persönliche Assistenz ermöglicht Selbstbestimmung und Teilhabe in
allen Lebensbereichen: Bildung, Arbeiten, Wohnen, Freizeit.
Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz - Forderungen der
Lebenshilfe
"Wir fordern die Erarbeitung eines nationalen Rechtsanspruches auf
qualifizierte Persönliche Assistenz sowie auf personenzentrierte
Unterstützung für alle Menschen mit Behinderungen unabhängig vom
Ausmaß und Art der Beeinträchtigung. Dafür notwendig ist ein
Rechtsanspruch auf Persönliches Budget. Aufklärung und Information
dazu sollen in einfacher Sprache aufliegen", so Generalsekretär
Albert Brandstätter.
Und weiter: "Auf Landesebene gilt es Wahlmöglichkeiten zwischen
verschiedenen Angeboten für NutzerInnen zu schaffen, sowie die
Finanzierung maßgeschneiderter Dienstleistungen inklusive
Persönlicher Assistenz sicherzustellen. Die Ausbildungen für
AssistentInnen, der Aufbau von Monitoring- und Beratungsstellen für
Persönliche Assistenz und die Hereinnahme der Methode „Persönliche
Zukunftsplanung“ und der Unterstützungskreise sind wichtige Methoden
für die Leistungskataloge der Länder. Darüber hinaus gilt es
Peer-Beratungen, Peer-Befragungen und Peer-Qualitätsüberprüfungen zu
etablieren."
„Die persönliche Assistenz als ein wichtiges Hilfsmittel zum
selbstbestimmten Leben soll ausgebaut und im Sinne der UN-Konvention
grundsätzlich für alle Arten von Behinderungen angeboten werden. Auf
Bundesebene soll dies in der Ausbildung und in der Beschäftigung
geschehen", steht im Nationalen Aktionsplan Behinderung 2012-2020
geschrieben. Und weiter: „Die länderweise unterschiedlichen
Regelungen in der persönlichen Assistenz sollen bundesweit
vereinheitlicht werden. Es ist dafür zu sorgen, dass die persönlichen
Assistentinnen und Assistenten faire Arbeitsbedingungen vorfinden und
eine angemessene Entlohnung erhalten.“ Von diesen Vorgaben des
Aktionsplanes ist die Wirklichkeit weit entfernt.
Dialogpapier und Stakeholdergespräch zur Verbesserung der Rechtslage
Zur Verbesserung der Rechtslage in Österreich stellt die Lebenshilfe
heute am 3. Mai das neue Dialogpapier „Selbstbestimmt Leben mit
Persönlicher Assistenz“ vor und lädt alle interessierten Gruppen,
Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und Partnerorganisationen zum
gemeinsamen Gespräch ein. Das Dialogpapier unterstützt die
Forderungen der SelbstvertreterInnen und formuliert gangbare Wege und
Modelle zur bundesweiten Einführung der Persönlichen Assistenz für
Menschen mit intellektuellen Behinderungen.
Dialogpapier Persönliche Assistenz zum Download: www.lebenshilfe.at
Statements zum Thema Persönliche Assistenz
"Man traut es Menschen mit intellektuellen Behinderungen nicht zu,
sich ausdrücken zu können, ihre Bedürfnisse zu formulieren und so die
Assistentinnen und Assistenten anleiten zu können. Aber das stimmt
einfach nicht, weil Menschen mit intellektuellen Behinderungen ihre
Bedürfnisse sehr wohl kennen und auch vermitteln können", so Andrea
Putz, als Persönliche Assistentin seit vielen Jahren im Einsatz.
Hanna Kamrat, Vorsitzende des Selbstvertretungs-Beirats der
Lebenshilfe: „Menschen mit intellektuellen Behinderungen wissen sehr
genau, wie und mit wem sie ihren Tagesablauf gestalten wollen. Sie
brauchen dafür persönliche Unterstützung, die ihnen Hilfestellung zur
Bewältigung der anfallenden Aufgaben gibt. Persönliche Assistenz
arbeitet gezielt nach den Wünschen und Bedürfnissen ihrer
Auftraggeber.“ Hanna Kamrat formuliert, was die Lebenshilfe fordert:
"Persönliche Assistenz darf nicht an die Pflegestufe gebunden sein,
sonst werden Menschen mit intellektuellen Behinderungen stets
benachteiligt!"
Zum Abbau von Barrieren: www.gegen-barrieren.at
Stakeholdergespräch "Selbstbestimmt Leben mit Persönlicher Assistenz"
Die Lebenshilfe stellt erstmals ein Dialogpapier zur Persönlichen
Assistenz vor und lädt alle interessierten Gruppen, Verantwortliche
aus Politik, Verwaltung und PartnerInnen-Organisationen zu einem
Vernetzungstreffen zur Verbesserung der Rechtslage Gespräch ein.
Datum: 3.5.2017, 10:00 - 12:00 Uhr
Ort: Albert-Schweitzer Haus Halle
Garnisongasse 14-16, 1090 Wien
Url: http://www.lebenshilfe.atOTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | LBH






