Schatz zum 1. Mai: „Mehr Arbeit für weniger Geld geht gar nicht!“

Grüne für gekürzte, flexible Arbeitszeiten.

Wien (OTS) - „Egal wie man es dreht und wendet – die Forderungen der ÖVP und IV nach "mehr Arbeitszeitflexibilität" ist eine nach dem 12- Stunden-Arbeitstag per Gesetz. Das bedeutet im Wesentlichen mehr Arbeit für weniger Geld. So etwas ist unseriös und geht für uns Grüne gar nicht“, stellt Nationalratsabgeordnete Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen anlässlich des bevorstehenden 1.Mai klar.

 

„Natürlich ist Flexibilität ein modernes Bedürfnis für ArbeitgeberInnen wie ArbeitnehmerInnen. Doch bereits jetzt bieten Kollektivverträge und Betriebsvereinbarung für diese Flexibilität viel Gestaltungsspielraum. Selbst 12-Stunden-Arbeitstage sind möglich. Allerdings: Die entsprechenden Vereinbarungen sind immer so gestaltet, dass ArbeitgeberInnen und ArbeitnehmerInnen etwas davon haben. Deshalb will die ÖVP ein Gesetz, dass die Bedürfnisse und Ansprüche einer Seite, nämlich die der ArbeitnehmerInnen und ihrer Familien, hinaus kickt aus diesem System. Das muss man klar sagen“, ergänzt Schatz.

 

Sie weist außerdem darauf hin, dass es mittlerweile unzählige aktuelle Studien über die negativen Folgewirkungen von 12-Stunden-Arbeitstagen gibt. „Erst jüngst bestätigten Experten der Med-Uni Wien, dass regelmäßige 12-Stunden-Arbeit ein großes Gesundheitsrisiko darstellt. Auch die Anfälligkeit für Arbeitsunfälle ist deutlich erhöht. Dazu kommt die enorme Belastung und die Organisationskosten für die Familien. 13-Stunden Kinder in der Betreuungseinrichtung zu haben ist weder möglich, noch leistbar, noch gewünscht. So will man doch nicht leben!“, zeigt sich Schatz überzeugt.

 

„Es kann nicht sein, dass diese Regierung für die Unternehmen den Faktor Arbeit auf eine Art entlastet, die ArbeitnehmerInnen finanziell, gesundheitlich und privat draufzahlen lässt! Wir brauchen eine andere Steuern- und Abgabenstruktur, gezieltere Förderungen und den Einstieg in die Arbeitszeitverkürzung. Das wären sinnvolle Reformansätze“, führt Schatz weiter aus.

 

„Unglaublich, dass diese in Agonie befindliche Bundesregierung der Grund ist, dass wir womöglich am 1. Mai des nächsten Jahres für die ehemalige Forderung jener Arbeiter von 1886 demonstrieren müssen, die als Urväter des 1. Mai gelten:  gegen den 12-Stunden- und für den 8 Stunden Arbeitstag" resümiert die Grüne Abgeordnete kritisch.

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