- 28.04.2017, 10:38:44
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- OTS0091
UGÖD zu Schulreform- und Autonomiepaket der Bundesregierung
Kostenneutralität ist kein pädagogisches Konzept. Landes-parteipolitische Machtspiele sind teuer. Parlamentarische Verhandlungen um Zweidrittelmehrheit nützen.
Utl.: Kostenneutralität ist kein pädagogisches Konzept.
Landes-parteipolitische Machtspiele sind teuer.
Parlamentarische Verhandlungen um Zweidrittelmehrheit nützen. =
Wien (OTS) - Auch wenn sich das noch nicht bis zu allen Landes-,
Partei- und Standespolitikern und nicht ins Finanzministerium
durchgesprochen hat: Österreichs Schulsystem braucht eine Reform von
Strukturen ebenso wie Bildungsbudgets, die spürbare pädagogische
Verbesserungen ermöglichen. Reinhart Sellner, Vorsitzender der UGÖD:
„Das sozial selektierende, von Notendruck, chronischer
Unterdotierung, Parallelstrukturen und parteipolitischer
Einflussnahme geprägte Schulsystem braucht zukunftsorientierte, den
Schulalltag belebende Reformen: Förderung statt Auslese, pädagogische
Freiräume und Mitbestimmung, mehr Zeit für die SchülerInnen, für ihre
individuelle und gemeinsame Begleitung.“ Die Dauer-Belastung der
LehrerInnen durch kostenneutrale Reformpakete und immer neue
Erhebungen, Vorschriften und praxisferne Vorgaben „von oben“ muss mit
dem Autonomiepaket ohne weitere Übergangsfristen beendet werden.
Die Unabhängigen GewerkschafterInnen wollen mit ihren Vorschlägen
dazu beitragen, dass mehr Autonomie für die pädagogische Arbeit an
den Schulen erreicht werden. Zusätzlich gilt es, strukturelle
Grundlagen für ein demokratischen, sozial-integratives, alle Kinder
und Jugendlichen förderndes Bildungssystem entscheidend zu
verbessern. „Die Ausstattung der Schulen mit den notwendigen
Budgetmitteln, ist dabei eine Voraussetzung“, stellt Sellner fest,
„und muss vom Gesetzgeber durch die soziale und bildungsfördernde
Neuorientierung der Bildungs-Budgetpolitik abgesichert werden.
Autonomie für machtbewusste Landesparteihauptleute, die nach ihrem
Gutdünken Schul- und ClusterleiterInnen einsetzen und die vom Bund
bereitgestellten Ressourcen an die Schulen ihres Bundeslandes
verteilen wollen, brauchen SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen
nicht. Sie brauchen mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung an
ihren Schulen bzw. Schulclustern.
Bildung kostet. Soziale Sicherheit und öffentliche Dienste kosten.
Kindergärten, Schulen sind nicht kostenneutral. Es ist höchste Zeit
für die Bundesregierung, die restriktive Budgetpolitik und den
Sozialabbau zu beenden und mit Vermögens- und Erbschaftssteuern
zukunftsorientierte Investitionen zu finanzieren. Nicht nur in die
Bildung.
Sellner abschließend: „Wir erwarten strukturelle,
sozial-integrative und pädagogische Veränderungen des vorliegenden
Entwurfes im Sinne der SchülerInnen und Beschäftigten im
Bildungsbereich. Glück auf für die am 8. Mai beginnenden
parlamentarischen Verhandlungen!“
Link zum Text der Stellungnahme:
http://diealternative.org/ugoed/2017/04/28/ugoed-stellungnahme-zum-en
twurf-des-bildungsreformgesetzes-2017-autonomiepaket-schulrecht-diens
t-und-besoldungsrecht/
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