• 27.04.2017, 10:46:01
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Mauthausen-Komitee und Antifa-Netzwerk: Rechtsextremes Konzert in Kremsmünster muss abgesagt werden!

Band „Thompson“ steht für Verherrlichung des mörderischen Ustascha-Faschismus

Utl.: Band „Thompson“ steht für Verherrlichung des mörderischen
Ustascha-Faschismus =

Wien (OTS) - Scharfe Kritik üben das Mauthausen Komitee Österreich
(MKÖ) und das OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus
(Antifa-Netzwerk) daran, dass am Samstagabend in der
Bezirkssporthalle Kremsmünster ein Konzert der kroatischen Band
„Thompson“ stattfinden soll.

„Es geht uns natürlich nicht um Musikgeschmack, sondern um die
ultranationalistischen, rechtsextremen und antisemitischen Inhalte,
für die „Thompson“ steht“, sagt MKÖ-Vorsitzender Willi Mernyi.

Bezeichnenderweise kommt schon der Name der Band von einer
Maschinenpistole, die Sänger Marko Perković im Kroatienkrieg
verwendet hat. „Thompson“ verherrlicht den mörderischen
Ustascha-Faschismus. Bei Konzerten wurde u.a. das Ustascha-Lied
„Jasenovac i Gradiška Stara“ vorgetragen, in dem positiv Bezug
genommen wird auf die Tötung von Hunderttausenden Juden und Serben in
den Konzentrationslagern Jasenovac und Stara Gradiška. Perković
bestritt nach einem entsprechenden Medienbericht, dieses Lied
gesungen zu haben. Nachdem später eine Aufnahme im Internet erschien,
musste er es jedoch zugeben.

Die Band wird wegen ihrer rechtsextremen Inhalte von internationalen
Protesten und zahlreichen Auftrittsverboten begleitet. Solche Verbote
gab es u.a. in der Schweiz, in den Niederlanden und in Istrien. 2009
hat der damalige kroatische Staatspräsident Stjepan „Stipe“ Mesić ein
von der Schweiz verhängtes Einreiseverbot ausdrücklich unterstützt.

„Es wäre eine Schande, wenn Juden- und Serbenhasser ihre
menschenverachtende Ideologie in der Bezirkssporthalle Kremsmünster
verbreiten dürften!“, stellt MKÖ-Vorsitzender Mernyi fest. „Im Namen
der Mauthausen-Überlebenden fordere ich die Verantwortlichen in
Oberösterreich – besonders den Landeshauptmann, den Bürgermeister und
den Gemeinderat von Kremsmünster sowie die Sicherheitsbehörden – dazu
auf, alles zu tun, damit dieses rechtsextreme Konzert noch abgesagt
wird!“

„In einer Woche werden wieder viele Politiker an den Gedenkfeiern zur
Befreiung des KZ Mauthausen und seiner Außenlager teilnehmen“, sagt
Robert Eiter, Sprecher des OÖ. Netzwerks gegen Rassismus und
Rechtsextremismus, dem 79 Organisationen angehören. „Glaubwürdig wird
ihr „Nie wieder“ nur dann sein, wenn sie dafür sorgen, dass
öffentliche Einrichtungen nicht für ewiggestrige Inhalte missbraucht
werden. Ob Faschismus nun österreichische, türkische, kroatische oder
sonstige Wurzeln hat – eine Demokratie muss ihn konsequent
bekämpfen.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | MHK

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