- 26.04.2017, 11:06:45
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Karlheinz Töchterle zur Studienplatzfinanzierung: Gehen wir es an und ziehen wir es durch!
ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher in der „Aktuellen Stunde“ – sieht Durchbruch erreicht
Utl.: ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher in der „Aktuellen
Stunde“ – sieht Durchbruch erreicht =
Wien (OTS/ÖVP-PK) - „Gehen wir es an und ziehen wir es durch“,
plädierte ÖVP-Wissenschafts- und Forschungssprecher Abg. Dr.
Karlheinz Töchterle in der heutigen „Aktuellen Stunde“ im
Nationalrat, die dem Thema Studienplatzfinanzierung gewidmet war. Dem
von den NEOS gewählten Paradoxon „Eliteunis für alle (durch faire
Studienplatzfinanzierung)“ – „das geht schlicht nicht, denn Elite
kommt vom lateinischen eligere und bedeutet auswählen“ – stellte der
ÖVP-Wissenschaftssprecher das Oxymoron „Breite Spitze“ entgegen:
„Unser Bemühen muss es sein, möglichst gute Universitäten
flächendeckend im ganzen Land zu haben, an denen es ansprechende
Lehrbedingungen gibt und an denen sich Spitzenleistungen in der
Forschung entfalten.“ Dazu gebe es bereits Beispiele an mehreren
Universitäten, wie etwa eingeworbene ERC-Grants (Förderungen des
Europäischen Forschungsrates ERC) eindrucksvoll beweisen.
Das Universitätsbudget steige seit vielen Jahren spürbar, „die
finanzielle Situation an den Universitäten wird ständig besser“,
verwies Töchterle auch auf die jüngst von Vizekanzler Reinhold
Mitterlehner präsentierte Erhöhung von 1,35 Milliarden Euro für die
kommende Leistungsvereinbarungsperiode der Universitäten. Natürlich
komme es auch immer darauf an, in welche Relation die Mittel gesetzt
werden. In Relation zu den Studierendenzahlen schneide Österreich im
Vergleich mit vorbildlichen Ländern wie der Schweiz nicht besonders
gut ab, in Relation zum Bruttoinlandsprodukt aber sehr wohl, wo
Österreich im OECD-Vergleich zu den besten Ländern zählt. Mit der nun
in Ausarbeitung befindlichen Studienplatzfinanzierung gehe es nun
darum, die Universitäten „anders und neu zu finanzieren“ und damit
auch die Plan- und Steuerbarkeit des Lehrbetriebs spürbar zu
verbessern.
Der ÖVP-Wissenschaftssprecher sieht nach dem durch die SPÖ erfolgten
Bekenntnis zu diesem seit Langem angestrebten zentralen
hochschulpolitischen Anliegen „den Durchbruch erreicht“. Nun solle
zügig und unter Einbindung der Hochschulpartner ein stimmiges Modell
erarbeitet und umgesetzt werden. „Wir werden damit erreichen, dass
die sowohl für Studierende wie Lehrende unzumutbaren Zustände in
Massenfächern ein Ende haben“, so Töchterle. Ein geregelter Zugang
sei die Grundlage für wünschenswerte Betreuungsverhältnisse und nicht
gleichbedeutend mit dem Aussperren von angehenden Studierenden.
Umfassende Informationen über die vielfältigen Studienmöglichkeiten
seien notwendig, wie Töchterle anhand eines Beispiels aus seiner
Rektorszeit in Innsbruck erläuterte. „Es hapert an Überlegungen zur
Studienwahl, das können wir bereits mit sanften Zugangsregelungen
verbessern.“
Töchterle betonte abschließend, dass die Studienplatzfinanzierung
auch in sozialer Hinsicht relevant sei, denn: „Schlechte
Studienbedingungen schaden vor allem jenen Studierenden, die keinen
langen finanziellen Atem haben.“
(Schluss)
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