• 21.04.2017, 11:00:01
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  • OTS0085

Lebenshilfe: 50 Jahre gegen Barrieren in Kopf und Alltag

Prominente ÖsterreicherInnen feiern mit der Lebenshilfe Österreich und der Lebenshilfe Salzburg 50 Jahre Engagement für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung

"Gegen Barrieren in Kopf und Alltag"

Utl.: Prominente ÖsterreicherInnen feiern mit der Lebenshilfe
Österreich und der Lebenshilfe Salzburg 50 Jahre Engagement
für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung =

Wien (OTS) - Seit 1967 engagiert sich die Lebenshilfe für Menschen
mit intellektueller Beeinträchtigung. Im Jubiläumsjahr machen
Lebenshilfe und SelbstvertreterInnen gemeinsam mit prominenten
ÖsterreicherInnen auf Barrieren aufmerksam, denen sie immer noch
ständig begegnen. Sie rufen dazu auf, selbst zu InklusionsheldInnen
im Alltag zu werden.

Inklusion betrifft uns alle: Jeden Tag gegen Barrieren in Kopf und
Alltag

"Seit 50 Jahren kämpfen wir gegen Ungerechtigkeiten, die Menschen mit
intellektueller Beeinträchtigung tagtäglich begegnen. Anlässlich
dieses halben Jahrhunderts fordern wir die Österreicherinnen und
Österreicher dazu auf, im eigenen Umfeld mit dem Abbau von Barrieren
zu beginnen und selbst zu Heldinnen und Helden gegen Barrieren zu
werden. Darum haben wir vorbereitet, wie jeder von uns Barrieren
abbauen und damit zu Inklusion beitragen kann. Die Tipps haben wir
auf www.gegen-barrieren.at gesammelt", so Germain Weber, Präsident
der Lebenshilfe Österreich.

Prominente setzen sich für den Abbau von Barrieren ein

Cornelius Obonja, Julia Gschnitzer, Gerry Friedle, Christiane
Meissnitzer und Erwin Steinhauer setzen sich anlässlich des
Jubiläumsjahres der Lebenshilfe öffentlich für den Abbau von
Barrieren in Kopf und Alltag ein.

"Es ist wichtig, dass wir ein bisschen offener werden und die Angst
vor Menschen mit Beeinträchtigung abgebaut wird, sodass die Barrieren
im Kopf verschwinden", fordert Gerry Friedle alias DJ-Ötzi.

Musikerin Christina Meissnitzer: "Wir merken die Barrieren täglich
bei meinem Schwager. Das fängt beim ersten Blick an, da wird er
meistens schon in eine Schublade gesteckt. Mein Anliegen ist, dass
man von klein auf lernt, auf Augenhöhe mit Menschen mit
Beeinträchtigung zu sprechen und sie dementsprechend zu behandeln."

"Jeder von uns will chancengleich und ein Teil der Gesellschaft sein.
Damit Barrierefreiheit auf allen Ebenen gewährleistet werden kann,
muss auch jeder in Österreich darüber Bescheid wissen", so Erwin
Steinhauer.

Persönliche Assistenz: Barrierefreiheit bei intellektueller
Beeinträchtigung

Ein Schlüssel zur Barrierefreiheit für Menschen mit intellektueller
Beeinträchtigung sind UnterstützerInnen. Menschen, die bei diversen
Aktivitäten des alltäglichen Lebens unterstützen, zum Beispiel in
Form von Persönlicher Assistenz. Im Vergleich zu Menschen mit
körperlichen Beeinträchtigungen gibt es bei intellektueller
Beeinträchtigung jedoch keinen rechtlichen Anspruch auf Persönliche
Assistenz.

Um dies zu ändern, veranstaltet die Lebenshilfe am 3. Mai ein
Vernetzungstreffen für alle Anspruchsgruppen in Wien - politische
EntscheidungsträgerInnen, Menschen mit Beeinträchtigung, Angehörige,
Behindertenorganisationen und Interessierte sind eingeladen. Als
Diskussionsgrundlage dient das erstmalig vorgestellte Dialogpapier
"Persönliche Assistenz" der Lebenshilfe. Es zeigt, welche Schritte
eingeleitet werden müssen, um rechtliche Verbesserungen zu erreichen.

Barrierefreiheit ist vielseitig – So werden Barrieren beseitigt

Barrierefreiheit beschränkt sich nicht nur auf räumlich-bauliche
Barrieren. Es gibt auch Barrieren im Wahrnehmen (zu kleine Schrift,
zu leise Lautsprecherdurchsagen, etc.) oder Barrieren im Verstehen
(keine Infos in einfacher Sprache). Auch soziale Barrieren (Distanz
vor dem Anderen, Vorurteile), strukturelle Barrieren (Integration
statt Inklusion, zB. in der Schule, im Beruf, in der Freizeit) oder
finanzielle Barrieren erschweren ein selbstbestimmtes Leben. Wie
diese Barrieren abgebaut werden können finden Sie unter:
www.gegen-barrieren.at

Pressekonferenz "Gegen Barrieren in Kopf und Alltag"

 Seit 50 Jahren engagiert sich die Lebenshilfe gegen Barrieren in
 Kopf und Alltag. Zum Tag der Inklusion am 5. Mai machen wir auf
 diese Barrieren für Menschen mit intellektuellen Behinderungen
 aufmerksam. Prominente ÖsterreicherInnen unterstützen uns dabei.
 Fotos der Pressekonferenz: www.lebenshilfe.at

 Datum:   21.4.2017, 10:30 - 11:00 Uhr
 Ort:     Europark Salzburg Didilicous
          Europastraße 1, 5018 Salzburg
 Url:     www.gegen-barrieren.at

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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at

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