Fichtinger: Gütesiegel wichtig für den Einkauf

Lebensmittelkennzeichnung heute Thema im Konsumentenausschuss

Wien (OTS) - Immer mehr Menschen legen Wert auf bewusste und gesunde Ernährung. Und über 86 Prozent der Befragten einer ORF-Abstimmung wollen wissen, aus welchem Land die Lebensmittel auf ihrem Teller kommen. Im Lebensmittelhandel stellen bei der Suche nach den geeigneten Produkten nationale Gütezeichen und –siegel wie das AMA-Gütesiegel wichtige Kriterien dar. Dadurch erfahren die Konsumenten, woher das Fleisch stammt oder aus welcher Haltungsform die Eier stammen, und sie verlassen sich darauf. Das stellte heute, Donnerstag, die ÖVP-Konsumentensprecherin Abg. Angela Fichtinger anlässlich der heutigen Sitzung des Konsumentenausschusses fest, bei der auch Lebensmittel und deren Kennzeichnung Thema sind. Es habe allerdings keinen Sinn, -zig Gütesiegel zu schaffen. Wichtig sei vielmehr, dass jene, die es gibt, auch wirklich angenommen werden.

"Österreich hat hier hinsichtlich seiner Spezialitäten unserer Agrar-und Ernährungswirtschaft ein hohes Ansehen im Ausland. Mit dem AMA-Gütesiegel können sich die Konsumenten beispielsweise darauf verlassen, dass das, was sie wollen, auch drin ist. Vertrauen ist hier eine wichtige Grundlage. Wenn wir regional einkaufen, dann sind wir gut bedient", so die Abgeordnete.

Fichtinger verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Initiative "Gut zu Wissen", in deren Rahmen Außenminister Sebastian Kurz und Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes "Gut zu Wissen"-Botschafterinnen und -Botschafter vorgestellt haben. Ziel dabei ist es, die Herkunft von Fleisch und Eiern in der Gemeinschaftsverpflegung sichtbar zu machen.

Die Abgeordnete hob in ihrer Wortmeldung zudem das Problem der Wegwerfgesellschaft hervor. Pro Jahr landen hierzulande rund 760.000 Tonnen Lebensmittel im Müll - nicht eingerechnet die Abfälle der Landwirtschaft, der Lebensmittelproduktion und des Großhandels. Und laut einer Schätzung, die von der EU-Kommission veröffentlicht wurde, wirft jeder Bürger der Europäischen Union in nur einem Jahr 179 Kilogramm Lebensmittel in den Mist. Das entspricht ungefähr einem Viertel der tatsächlich konsumierten Lebensmittel.
"Wir müssen vor allem im privaten Bereich – und hier bereits bei Kindern und Jugendlichen - das Bewusstsein dafür heben, nicht nur regional einzukaufen, sondern auch nur das, was man wirklich braucht – auch wenn viele Angebote oft allzu verlockend sind." Hier liege der Ball beim Konsumenten: "Denn benötigen wir wirklich noch kurz vor Ladenschluss alle möglichen frischen Brotsorten?", so Fichtinger abschließend.
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