- 20.04.2017, 12:45:31
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Fichtinger: Gütesiegel wichtig für den Einkauf
Lebensmittelkennzeichnung heute Thema im Konsumentenausschuss
Utl.: Lebensmittelkennzeichnung heute Thema im Konsumentenausschuss =
Wien (OTS) - Immer mehr Menschen legen Wert auf bewusste und gesunde
Ernährung. Und über 86 Prozent der Befragten einer ORF-Abstimmung
wollen wissen, aus welchem Land die Lebensmittel auf ihrem Teller
kommen. Im Lebensmittelhandel stellen bei der Suche nach den
geeigneten Produkten nationale Gütezeichen und –siegel wie das
AMA-Gütesiegel wichtige Kriterien dar. Dadurch erfahren die
Konsumenten, woher das Fleisch stammt oder aus welcher Haltungsform
die Eier stammen, und sie verlassen sich darauf. Das stellte heute,
Donnerstag, die ÖVP-Konsumentensprecherin Abg. Angela Fichtinger
anlässlich der heutigen Sitzung des Konsumentenausschusses fest, bei
der auch Lebensmittel und deren Kennzeichnung Thema sind. Es habe
allerdings keinen Sinn, -zig Gütesiegel zu schaffen. Wichtig sei
vielmehr, dass jene, die es gibt, auch wirklich angenommen werden.
"Österreich hat hier hinsichtlich seiner Spezialitäten unserer
Agrar-und Ernährungswirtschaft ein hohes Ansehen im Ausland. Mit dem
AMA-Gütesiegel können sich die Konsumenten beispielsweise darauf
verlassen, dass das, was sie wollen, auch drin ist. Vertrauen ist
hier eine wichtige Grundlage. Wenn wir regional einkaufen, dann sind
wir gut bedient", so die Abgeordnete.
Fichtinger verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Initiative
"Gut zu Wissen", in deren Rahmen Außenminister Sebastian Kurz und
Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes "Gut zu
Wissen"-Botschafterinnen und -Botschafter vorgestellt haben. Ziel
dabei ist es, die Herkunft von Fleisch und Eiern in der
Gemeinschaftsverpflegung sichtbar zu machen.
Die Abgeordnete hob in ihrer Wortmeldung zudem das Problem der
Wegwerfgesellschaft hervor. Pro Jahr landen hierzulande rund 760.000
Tonnen Lebensmittel im Müll - nicht eingerechnet die Abfälle der
Landwirtschaft, der Lebensmittelproduktion und des Großhandels. Und
laut einer Schätzung, die von der EU-Kommission veröffentlicht wurde,
wirft jeder Bürger der Europäischen Union in nur einem Jahr 179
Kilogramm Lebensmittel in den Mist. Das entspricht ungefähr einem
Viertel der tatsächlich konsumierten Lebensmittel.
"Wir müssen vor allem im privaten Bereich – und hier bereits bei
Kindern und Jugendlichen - das Bewusstsein dafür heben, nicht nur
regional einzukaufen, sondern auch nur das, was man wirklich braucht
– auch wenn viele Angebote oft allzu verlockend sind." Hier liege der
Ball beim Konsumenten: "Denn benötigen wir wirklich noch kurz vor
Ladenschluss alle möglichen frischen Brotsorten?", so Fichtinger
abschließend.
(Schluss)
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