- 20.04.2017, 12:31:33
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Nepal/SOS-Kinderdorf: Bilanz der Hilfe und Ausblick zwei Jahre nach dem Beben
Kinderschutzzonen für 2.000 Kinder und Nothilfeaktivitäten für mehr als 27.000 Menschen. Nach der raschen Nothilfe folgen nun langfristige Unterstützungs- und Wiederaufbauprogramme.
Utl.: Kinderschutzzonen für 2.000 Kinder und Nothilfeaktivitäten für
mehr als 27.000 Menschen. Nach der raschen Nothilfe folgen nun
langfristige Unterstützungs- und Wiederaufbauprogramme. =
Kathmandu/Wien/Innsbruck (OTS) - Am 25. April 2015 hat ein Erdbeben
der Stärke 7,8 Nepal erschüttert: Über 8.700 Tote, 22.000 Verletzte
und Hunderttausende Menschen, die alles verloren hatten, waren die
Folge. Dazu kamen schwere Schäden an Gebäuden: In einigen besonders
betroffenen Gebieten waren 90 Prozent aller Gebäude zerstört,
darunter viele Schulen und wertvolle historische Stätten.
SOS-Kinderdorf startete rasche Nothilfe und schuf spezielle
Schutzzonen für Kinder
Dank der stabilen Bauweise gab es in den SOS-Kinderdörfern keine
größeren Schäden, sodass von dort aus sofort Nothilfeaktivitäten
gestartet werden konnten: Es wurden zusätzlich Kinder aufgenommen,
Zelte aufgestellt und Nothilfecamps eingerichtet, wo zehntausende
Menschen mit Nahrung, Wasser, Kleidung und anderen Gütern versorgt
und medizinisch betreut wurden. Parallel dazu wurden 25
Kinderschutzzonen („child friendly spaces“) errichtet, in denen bis
zu 2.000 Kinder tagsüber betreut wurden, als Entlastung für die
Eltern, damit diese sich ganz dem Wiederaufbau ihrer Häuser und
Existenzen widmen konnten. Insgesamt hat die Nothilfe von
SOS-Kinderdorf mehr als 27.000 Menschen erreicht.
Hilfe aus Österreich für zwei neue Schulen und neue Häuser für
rund 300 Familien
Dank der Spendenbereitschaft vieler österreichischer
SOS-Kinderdorf-Freunde, Förderer und Partner kann SOS-Kinderdorf
Österreich die Erdbebenhilfe von SOS-Kinderdorf in Nepal mit 1
Million Euro unterstützen. Damit wurde ein Teil der laufenden
Nothilfemaßnahmen finanziert und aktuell der Wiederaufbau zweier
zerstörter Schulen für je 400 und 650 Schüler sowie neuer Häuser für
288 Familien ermöglicht.
Nach der raschen Nothilfe braucht es langfristige Hilfs- und
Wiederaufbauprogramme
Nun gilt es den Schwerpunkt von der Nothilfe auf dauerhafte Programme
auszuweiten. So erhielten allein heuer im März 737 Familien „Hilfe
zur Selbsthilfe“, um durch Gemüseanbau, kleine Landwirtschaften mit
ein paar Kühen, Ziegen oder Geflügel bzw. als Näherei, Tischlerei
oder kleiner Verkaufsladen sich künftig wieder selbst den
Lebensunterhalt für die Familie zu verdienen. Dank der Spenden vieler
SOS-Kindedorf-Freunde in ganz Europa kann SOS-Kinderdorf Nepal neben
den laufenden Hilfsprogrammen auch mehrere größere Projekte planen
und umsetzen: den Wiederaufbau von 12 zerstörten Schulen und Neubau
von mehr als 300 Häusern, was zehntausenden Schülern auf lange Sicht
Zugang zur Bildung und hunderten Familien neue Perspektiven und
Existenzgrundlage sichert.
Nepal ist ein Schwerpunktland der Auslandshilfe von
SOS-Kinderdorf Österreich
Die drei jüngsten der insgesamt zehn SOS-Kinderdörfer (Dhanghadi,
Lumbini, Bharatpur) wurden mit Spenden aus Österreich erbaut und auch
deren Unterhalt und laufenden Kosten von SOS-Kinderdorf Österreich
getragen. Unmittelbar nach dem Beben hat SOS-Kinderdorf die Menschen
in Österreich um Hilfe gebeten und über 1 Mio. Euro an Spenden
bekommen, die einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der raschen
Nothilfe leisteten, aber auch langfristige Hilfs- und
Wiederaufbauprogramme absichern.
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