• 20.04.2017, 10:17:28
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  • OTS0060

Umweltdachverband zum Tag der Erde am 22. April 2017: Europaweite Bodenschutzregelung dringend nötig!

- 500 Organisationen fordern in offenem Brief an EU-Kommissionspräsident Juncker: Bodenschutz zurück auf die Agenda!

Utl.: - 500 Organisationen fordern in offenem Brief an
EU-Kommissionspräsident Juncker: Bodenschutz zurück auf die
Agenda! =

Wien (OTS) - Europäische Bürgerinitiative People4Soil – Ihre
Unterschriften für besseren Bodenschutz: http://www.people4soil.eu

Anlässlich des Internationalen Tags der Erde ruft der
Umweltdachverband erneut dazu auf, die Europäische Bürgerinitiative
(EBI) People4Soil für eine europaweite Regelung des Bodenschutzes zu
unterzeichnen und die Europäische Kommission zum Handeln zu bewegen.
„Boden ist von außerordentlicher Bedeutung – keine Ressource unserer
Erde ist so wichtig für unsere Ernährung und Gesundheit, für den
Klimaschutz, die Artenvielfalt wie auch die Wirtschaft. Dennoch wird
unser Boden in großer Geschwindigkeit verbaut, versiegelt und
ausgebeutet. Und nach wie vor gibt es keine europaweite gesetzliche
Handhabe, um diese wertvolle und rare natürliche Ressource wirksam zu
schützen. Wollen wir den Boden unter den Füßen nicht verlieren, muss
sich das ändern“, sagt Franz Maier, Präsident des
Umweltdachverbandes.

People4Soil an Präsident Juncker: europaweiten Bodenschutz
endlich verwirklichen!

International wurde der Bodenschutz zuletzt in Ziel Nr. 15 der
UN-Ziele für Nachhaltige Entwicklung (SDGs) verankert – bis 2030 soll
die Bodenzerstörung global gestoppt werden. Auf europäischer Ebene
gibt es jedoch auch nach dem Internationalen Jahr des Bodens 2015
noch immer keine Gesetzgebung, die Bodenschutz und -erhalt fokussiert
regelt. Deshalb haben die koordinierenden Organisationen der EBI
People4Soil – somit auch der Umweltdachverband – im Namen von mehr
als 500 europäischen Organisationen, wissenschaftlichen Institutionen
und landwirtschaftlichen Vereinigungen anlässlich des Tags der Erde
den Präsidenten der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, in einem
offenen Brief dazu aufgefordert, die Verwirklichung einer
Bodenschutz-Richtlinie wieder auf die Agenda zu setzen. „Wie aktuelle
Studien belegen, ist heute noch klarer: Bodenversiegelung und
-verschmutzung gefährden zunehmend essenzielle
Ökosystemdienstleistungen, die Ernährungssicherheit und eine
nachhaltige – auch wirtschaftliche – Entwicklung. Die bestehenden,
leider jedoch sehr uneinheitlichen nationalen oder regionalen
Regelwerke greifen zu kurz, um insbesondere die Problematik des
steigenden Flächenverbrauchs in den Griff zu bekommen. Die
EU-Kommission ist nun gefragt, den Prozess wieder ins Rollen zu
bringen und einheitliche Ziele vorzugeben“, so Maier abschließend.

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