- 19.04.2017, 13:10:17
- /
- OTS0127
TKG: JA zur Österreich
Nach dem Referendum – Einstellung zur Republik Österreich
Utl.: Nach dem Referendum – Einstellung zur Republik Österreich =
Wien (OTS) - Die Türkische KULTURgemeinde in Österreich hat als
unabhängige Think Tank NGO (Non Gouvernment Organization) vor dem
Referendum ihre klare Ablehnung gegen das Referendum mit
verschiedenen Mitteln ausgedrückt.
Türkei- Referendum: Nein! zur Abschaffung der Demokratie!
Gegenüber dieser APA OTS Aussendung hat die
Türkische KULTURgemeinde von AKP nahen Vereinen und Personen
Beschimpfungen, Geringschätzung und persönliche Untergriffe dulden
müssen.
Türkei-Referendum-TKG: Nein! zur Abschaffung der Demokratie!
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170414_OTS0024/tuerkei-referendum-nein-zur-abschaffung-der-demokratie
Wir haben in Österreich tatsächlich ein großes Problem, das nicht nur
die Aufnahmegesellschaft beschäftigt, sondern auch die Mehrheit der
aufgeklärten und demokratiebewussten Community aus der Türkei. Diese
türkische Community ist gerade in Geiselhaft.
Die unbewussten Partisanen haben die in Österreich lebenden und
freiheitsliebenden Menschen aus der Türkei durch Drohungen und
Mobbing in sozialen und türkischen Medien verleumdet. Diese Tatsache
ist auch langsam den ÖsterreicherInnen bewusst geworden.
Aus diesem Grund bitten wir in aller Freundschaft und Höflichkeit,
das Wort „Türken“ nicht zu pauschalisieren bzw. zu satanisieren. Dies
nützt nur den Anhängern des politischen Islams und AKP Partisanen,
die sich immer als ewige Opfer zementieren.
Hier erwarten wir besonders, die moderne demokratiebewusste säkulare
austrotürkische Gemeinde von diesen primitiven Schakalen und
religiösen Faschisten zu unterscheiden.
Bis jetzt haben österreichische PolitikerInnen und insbesondere
PolitikerInnen aus der Türkei die Aufnahmegesellschaft seit 15 Jahren
mit diesen Problemen vorsätzlich unter dem Vorwand „Integration“,
„Solidarität“ und „Religionsfreiheit“ geschützt und sogar mit ihnen
kooperiert, obwohl sie wussten, dass diese Personen verlängerte Arme
der faschistischen Parteien oder religiös fundamentalistischen und
säkular verfassungsfeindlichen Parteien aus der Türkei sind.
Diese Personen, die in den österreichischen Parteien oder in der
Wirtschaftskammer seit Langem mit angeblichen überangepassten
Menschen aus der Türkei zusammengearbeitet haben, sind die wahren
Brandstifter, die jetzt als Feuerlöscher auftreten.
Wie kann es sein, dass Parteien und Bewegungen aus der Türkei nach
Jahren in Österreich Vereine gründen und Vereins- und
Religionsgesetze missbrauchen, obwohl sie keine echten NGOs sind?
Diese angeblichen NGOs sind gemeingefährliche, religiös-faschistische
Bewegungen und Parteien, die in der Türkei verboten wurden und mit
anderem Namen heuchlerisch neu gegründet worden sind.
Die Türkische KULTURgemeinde hat seit Jahren vor genau diesen
Missständen konsequent in türkischer und deutscher Sprache gewarnt.
Diese Personen, die eigentlich eine demokratiefeindliche Gesinnung
haben und insbesondere alle Errungenschaften in einer modernen
Demokratie erleben, sind jedoch im Inland und im Ursprungsland für
ihre Landsleute de facto demokratiefeindlich.
Diese Scheinheiligkeit hat mit der korrupten Sprache zu tun, die ab
jetzt nicht mehr gelten sollte. Ab jetzt sollte man nicht alle
TürkInnen in den gleichen Topf werfen und pauschalisieren, damit
daraus nicht der „ewige Türke“ wird. Das ist das Ziel der Feinde der
Demokratie und das wollen die religiösen Faschisten.
Wir, als säkulare Verfassungspatrioten mit einem wehrhaften,
streitbaren Demokratieverständnis, bekennen uns zu Österreich mit
allen seinen Werten, die wir in den letzten 50 Jahren miterleben und
aufbauen durften.
Es ist für uns sehr wertvoll, ein Mitglied eines Staates und Bürger
einer Gesellschaft zu sein, wo unsere Würde in der österreichischen
Verfassung, egal welche Abstammung wir haben, unantastbar ist.
Es ist für uns eine große Freude und Ehre, in einem Land zu leben, wo
Gewaltenteilung geschützt, geschätzt und hochgehoben wird, obwohl
auch in Österreich dieses Gebiet noch ausbaufähig ist.
Wir als MigrantInnen, als AustrotürkInnen, möchten die
Rechtsstaatlichkeit, Presse- und Meinungsfreiheit hochhalten, weil
wir wissen, dass das Gegenteil uns ins Verderben stürzt.
Deswegen ist es an der Zeit, unsere Präambel, die bei der Gründung
der „Türkische KULTURgemeinde in Österreich“ in den Statuten
niedergeschrieben wurde, hier zu wiederholen:
"Wir, Bürgerinnen und Bürger aus der Türkei, haben uns dauerhaft in
Österreich niedergelassen. Österreich ist unsere „neue Heimat“ und
die Heimat unserer Kinder und nachkommender Generationen, die hier
geboren sind und hier aufwachsen. Wir wollen in Österreich mit allen
Bevölkerungsteilen dieses Landes gleichberechtigt, in Würde,
Sicherheit, Frieden, Freundschaft und Solidarität leben. Wir wollen
nach dem Grundsatz der Gleichstellung und Gleichbehandlung zur
Verwirklichung unserer Rechte als kulturelle Minderheit in allen
rechtlichen, sozialen, politischen, ökonomischen und kulturellen
Bereichen unseren Beitrag leisten. Wir haben als Bürger der
österreichischen Republik Rechte und natürlich auch Pflichten, die
wir mit Österreichs Verfassung und Gesetzen vollkommen befürworten
und unsere Mitglieder immer darauf aufmerksam machen wollen. Wir
werden den Rechtstaat Österreich in seinen Gesetzen und Verfassungen
anwenden und loyal bleiben und mit allen Mitteln unterstützen, damit
wir auch von allen Seiten objektiv und korrekt behandelt werden. Die
„Türkische Kulturgemeinde in Österreich - Brückenbauen“ ist ein den
pluralistischen, freiheitlichen, demokratischen und rechtstaatlichen
Prinzipien verpflichteter Verein. Pluralität der Meinungen,
Gleichberechtigung aller Mitglieder und demokratische Regeln bei der
Arbeit sind oberstes Prinzip. In Grundsatzfragen wird das
Konsensprinzip angestrebt. Rassistisch oder Fundamentalistisch
orientierte Personen oder Organisationen und solche Personen oder
Organisationen, die Gewalt als politisches Mittel bejahen, dürfen
nicht Mitglied werden. Die UNO -Menschenrechtscharta ist Bestandteil
der Satzung. Der Verein bekennt sich zu den einschlägigen
internationalen Vereinbarungen zum Schutze der Menschenrechte."
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VNW