• 14.04.2017, 09:48:19
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Missbrauchsvorwurf kirchliches Gymnasium Schloss Dachsberg: Weiteres Opfer meldet sich

Oblaten wollen mit Gegenklage krebskrankes Opfer einschüchtern

Utl.: Oblaten wollen mit Gegenklage krebskrankes Opfer einschüchtern =

Wien, Linz (OTS) - Das oberösterreichische kirchliche Gymansium auf
Schloss Dachsberg kommt nicht mehr aus den Schlagzeilen. Seit 1999
wurden Missbrauchs- und Gewaltskandale des dortigen Salesianer-Ordnes
bekannt, verübt an den Buben jenes Internats, das es dort seit den
20er Jahren gibt. Ein ehemaliger Schüler gab vor einigen Tagen auch
körperliche Züchtigung und erzwungenen Oralverkehr von Seiten zweier
Padres an – die Verbrechen seien in den 70er Jahren verübt worden,
der Mann erkrankte später an Kehlkopfkrebs, psychosomatische Auslöser
liegen nahe, er hat nun Klage auf Schadensersatz eingereicht.
https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20170412_OTS0049/

Mit Faustschlag Tür aus Angeln gerissen

Heute meldet sich ein weiteres Opfer: Der heute 50jährige gibt an, in
den 80er Jahren massiver körperlicher Gewalt von Seiten zweier Padres
ausgesetzt gewesen zu sein:“Eine Tür wurde durch die Wucht eines
Faustschlags von Pater E. in mein Gesicht aus den Angeln gerissen und
landete samt mir am Gang.” Hämatome und Mundwinkeleinriss waren die
Folge. “Wegen angeblichem Schummelns musst ich im Winter im Pyjama am
Gang sitzen, Gewalt war an der Tagesordnung – weit mehr als nur
Ohrfeigen.”

Einschüchterung mit Gegenklage

Indes überlegt der Salesianer-Orden nun eine Gegenklage, weil der
Vorwurf “nicht haltbar” sei, wie die Oblaten gegenüber der APA
erklären. Man habe dem Opfer ein Konfrontation in Anwesenheit zweier
“neutraler Personen” angeboten, so der in Wien ansässige Provinzial
des Ordens der Oblaten, Thomas Vanek – das Angebot sei nicht
angenommen worden. Das empört Sepp Rothwangl von der Plattform
Betroffener Kirchlicher Gewalt: “Die angeblich neutralen Personen
waren Kirchenangestellte. Die Kirchenbrüder wollen das krebskranke
Opfer mit Gegenklagen nun einschüchtern, statt den Beschuldigten vom
Dienst zu suspendieren. Die Beschuldigten werden von der Kirche
gedeckt, es ist immer das gleiche Muster”, so Rothwangl.

www.betroffen.at

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