- 11.04.2017, 10:02:40
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- OTS0037
Leicht gesunkenes Jahresergebnis 2016 für österreichische Kreditinstitute
Stark rückläufige Risikovorsorgen kompensieren sinkende Betriebserträge
Utl.: Stark rückläufige Risikovorsorgen kompensieren sinkende
Betriebserträge =
Wien (OTS) - Im Jahr 2016 erzielten die österreichischen
Kreditinstitute ein konsolidiertes Jahresergebnis in Höhe von rund
4,8 Mrd EUR und damit um 359,0 Mio EUR weniger als im
Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Die deutlichen Rückgänge des
Nettozinsergebnisses als wichtigste Ertragskomponente sowie die
geringeren Erträge aus den Provisionen konnten durch die um 63% stark
gesunkenen Risikovorsorgen mehr als ausgeglichen werden.
Die bereinigten(1) konsolidierten Betriebserträge (ohne
Risikovorsorgen) der österreichischen Kreditinstitute lagen im Jahr
2016 um 4 % unter dem Vorjahreswert. Starke Veränderungen gab es vor
allem beim Nettozinsergebnis, das als wichtigste Ertragskomponente
der österreichischen Kreditinstitute einen Rückgang um 3 %
verzeichnete. Negativ auf die Betriebserträge wirkten sich zudem das
um 2 % gesunkene Provisionsergebnis, die um 32 % geringeren
Dividenden und Beteiligungserträge (UGB) sowie das deutlich gesunkene
sonstige betriebliche Ergebnis (> –100 %) aus. Einen leichten Anstieg
verzeichnete hingegen der um 8 % verbesserte Handelserfolg(2).
Das bereinigte konsolidierte Betriebsergebnis (ohne Risikovorsorgen)
wies einen Rückgang um 16 % aus. Dies ist vor allem auf die um 16 %
gestiegenen Abschreibungen von Vermögenswerten(3) zurückzuführen.
Zudem wurden um 1 % höhere Verwaltungsaufwendungen verbucht, wobei
den gestiegenen Personalaufwendungen geringere Sachaufwendungen
gegenüberstehen.
Insgesamt konnte das bereinigte konsolidierte Jahresergebnis nach
Steuern und Minderheitenanteilen um 8 % verbessert werden.
Dass es trotz des gesunkenen Betriebsergebnisses zu einem Anstieg des
konsolidierten Periodenergebnisses nach Steuern kam, ist vor allem
auf die um 63 % gesunkenen Risikovorsorgen im Kreditgeschäft
zurückzuführen. In diesem Zusammenhang konnten insbesondere zwei
Großbanken ihre Risikovorsorgen im Kreditgeschäft vor allem in
Zentral- und Osteuropa reduzieren bzw. wesentliche Erträge aus dem
Eingang von bereits abgeschriebenen Forderungen verbuchen.
Ergebnisverbessernd wirkten sich auch das stark verbesserte
Gesamtergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (> 100 %) sowie
das um 30 % geringere, den Minderheiten zuzurechnende Jahresergebnis
aus.
Hinweis:
Das angeführte konsolidierte Jahresergebnis nach Steuern und
Minderheitenanteilen des Jahres 2016 in Höhe von rund 4,8 Mrd EUR
basiert auf den zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der
Presseaussendung vorliegenden aufsichtsstatistischen Meldedaten. Aus
dem Vergleich zu den vom Bankprüfer geprüften IFRS-Jahresabschlüssen,
die zum aktuellen Zeitpunkt erst vereinzelt vorliegen, können sich
noch Änderungen ergeben. Ein Hinweis auf die geprüften Daten des
Jahres 2016 wird im Rahmen einer Presseaussendung mit Daten zum 1.
Halbjahr 2017 erfolgen.
(1)Aufgrund der Abspaltung eines wesentlichen Teilgeschäftsbereichs
einer Großbank und der damit zusammenhängenden geänderten Darstellung
der Gewinn- und Verlustrechnung sind einzelne Aufwands- und
Ertragspositionen im Jahresergebnis nur stark eingeschränkt mit den
Vorjahreswerten vergleichbar. Aus diesem Grund beziehen sich die in
der Presseaussendung angeführten prozentuellen Veränderungen auf eine
um diese Großbank bereinigte Datenbasis. Das ausgewiesene
Jahresergebnis in Höhe von rund 4,8 Mrd EUR bleibt davon jedoch
unberührt. Auf Basis der derzeit vorliegenden Zahlen ist ersichtlich,
dass das Jahresergebnis 2016 durch die Abspaltung um rund 1,1 Mrd EUR
geringer ausfallen würde.
(2)Handelserfolg = Handelsergebnis + sonstige Bewertungsergebnisse
nach IFRS und nGAAP FINREP + sonstige realisierte Gewinne / Verluste
aus Finanzgeschäften.
(3)Diese Position beinhaltet Abschreibungen und Wertminderungen von
immateriellen Vermögenswerten (inkl. Firmenwerte), Sachanlagen, als
Finanzinvestition gehaltenen Immobilien und Beteiligungen.
Rückfragehinweise:
Oesterreichische Nationalbank
Statistik Hotline
(+43-1) 404 20-5555
[email protected]
http://www.oenb.at
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