Eier in verarbeiteten Lebensmitteln: Fachverband lehnt Alleingang Österreichs ab

Koßdorff: Lebensmittelkennzeichnung ist europaweit geregelt – Änderungen nur im europäischen Gleichklang

Wien (OTS) - „Die aktuellen Behauptungen der Steirischen Landwirtschaftskammer über ‚untergeschobene Eier aus Käfighaltung´ in österreichischen Lebensmitteln sind unsachlich. Die Lebensmittelkennzeichnung ist europäisches Recht und wenn einzelne Akteure in Österreich einmal mehr einen Alleingang bei der Kennzeichnung von Eiern in verarbeiteten Lebensmitteln fordern, kann ich nur ausdrücklich im Interesse des Produktionsstandortes Österreich davor warnen. Da erwarte ich mir entlang der Wertschöpfungskette von Eiern – der Selbstversorgungsgrad Österreichs liegt im Jahresdurchschnitt bei gerade einmal 80 % und sinkt massiv zu den Saisonspitzen wie Ostern und Weihnachten – mehr Umsicht statt Alarmismus“, erklärt Mag. Katharina Koßdorff, Geschäftsführerin des Fachverbandes der Lebensmittelindustrie, zur jüngsten Aussendung der Steirischen Landwirtschaftskammer.

„In der EU ist die Käfighaltung seit Jahren verboten. Wenn sich hier nicht alle Anbieter von Eiern an die Spielregeln halten, müssen die Behörden vor Ort endlich kontrollieren und strafen. Stattdessen von der Lebensmittelwirtschaft in Österreich zu fordern, noch mehr Information auf das Etikett zu packen, ist eine Alibiaktion. Etiketten für mangelnden Vollzug zu missbrauchen, dagegen wehren wir uns“, betont Koßdorff. Schließlich informieren bereits jetzt eine große Anzahl an Lebensmittelunternehmen freiwillig über Haltungsform und Herkunft der eingesetzten Eier in den Produkten. Dazu werden bei verarbeiteten Lebensmitteln das Etikett, die Website oder Verbraucherhotlines genutzt.

Im nationalen Alleingang eine verpflichtende Kennzeichnung der Herkunft von Eiern in Lebensmitteln zu fordern, ist wenig durchdacht. Nur im europäischen Gleichklang können Kosten und Wettbewerbsnachteile für heimische Betriebe vermieden werden. Unsere Lebensmittel sind in 180 Ländern der Welt geschätzte Österreich-Botschafter für Qualität, Sicherheit und Genuss und sichern viele heimische Arbeitsplätze.

Stellenwert der Lebensmittelindustrie in Österreich

Die Lebensmittelindustrie ist eine der größten Branchen Österreichs. Sie sichert im Interesse der Konsumenten tagtäglich die Versorgung mit sicheren, qualitativen und leistbaren Lebensmitteln. Die rund 200 Unternehmen mit ihren 26.000 Beschäftigten erwirtschafteten im Jahr 2016 ein Produktionsvolumen von 8,1 Mrd. €. Über 60 % davon werden in 180 Länder rund um den Globus exportiert. Der Fachverband unterstützt seine Mitglieder durch Information, Beratung und internationale Vernetzung.

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Mag. Katharina Koßdorff
Geschäftsführerin im Fachverband der Lebensmittelindustrie
Tel.: +43 1 712 21 21 – 14
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DI Oskar Wawschinek MAS MBA
Food Business Consult
Pressesprecher für den Fachverband der Lebensmittelindustrie
Mobil: +43 664 545 63 50
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