• 06.04.2017, 11:37:43
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  • OTS0116

WKO 4.0 ist für die Grüne Wirtschaft eine vergebene Chance

Die WKO "soll in Sachen Föderalismus Vorreiterrolle übernehmen, diese Chance wurde vergeben."

Utl.: Die WKO "soll in Sachen Föderalismus Vorreiterrolle
übernehmen, diese Chance wurde vergeben." =

Wien (OTS) - (Wien, 06.04.2017) Anlässlich des Wirtschaftsparlaments
in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) verweist Sabine Jungwirth,
Bundessprecherin der Grünen Wirtschaft, auf die enttäuschenden
Vorschläge des Wirtschaftsbundes zu der vor einigen Monaten von
Christoph Leitl angekündigten Reform der Wirtschaftskammer.
“Ernüchterung ist eingekehrt, denn von den von uns seit Jahren
eingebrachten Vorschlägen ist keine Rede.”

Die wesentlichen Forderungen der Grünen Wirtschaft zur Reform sind
eine Demokratisierung der Wirtschaftskammer, eine Entbürokratisierung
des Wahlrechts und vor allem eine Verschlankung des übergroßen
Funktionärsapparates. Sabine Jungwirth kritisiert die hohe Kosten
verursachende 10-fach-Struktur, “die hier den Föderalismus abbildet”,
und die eine drastische Reduzierung der Kosten der Mitgliedschaft
verhindert.

Sabine Jungwirth übt auch große Kritik an den angepeilten
Einsparungen durch Digitalisierung, denn “Digitalisierung alleine
wird die 100 Millionen Einsparungsziele und die 34 zusätzlich
benötigten Millionen nicht stemmen. Der Personalabbau wird ein wenig
beitragen, aber das wird nicht reichen”, so die Bundessprecherin der
Grünen Wirtschaft.

Der Entwurf der Novelle der Gewerbeordnung, die im Vorfeld
angekündigt wurde, stellt für die Bundessprecherin sogar “eine
Lachnummer” dar. “Sie hätte Möglichkeiten zur Vereinfachung der
Mitgliedschaften eröffnet, wurde jedoch lustvoll durch Interventionen
der Wirtschaftskammer versenkt. Von der Liberalisierung der Gewerbe
und dem Einheitsgewerbeschein für alle freien Gewerbe ist nichts mehr
übrig.”

Mit den Forderungen der Grünen Wirtschaft könnten die Mitglieder von
den Kammerbeitragszahlungen weitaus mehr entlastet werden. Die
konkreten Forderungen betreffen die Abschaffung der Fachgruppen auf
Länderebene, die Einführung einer einzigen, günstigen Mitgliedgebühr
bei der Wirtschaftskammer und die Demokratisierung des Wahlrechts.

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