Schatz zu Arbeitslosenzahlen: Leichtes Aufatmen ist noch keine Trendwende

Wien (OTS) - „Es ist ein bisserl früh für Jubelmeldungen zum Arbeitsmarkt“, meint Birgit Schatz, ArbeitnehmerInnensprecherin der Grünen, zu den heute bekannt gewordenen Arbeitsmarktzahlen für März 2017. „Es ist erfreulich, dass es weniger arbeitslose Menschen gibt, als vor einem Jahr. Aber noch immer suchen mehr als 430.000 Menschen in Österreich dringend einen Job.“

„Ich freue mich über jeden, der einen guten Job gefunden hat“, sagt Schatz, „aber als gelernte ÖsterreicherInnen haben wir Grund zur Befürchtung, dass mit den Jubelmeldungen und dem Sager von der Trendwende das Ende der politischen Bemühungen um neue Jobs eingeläutet wird.“

Trotz besserer Arbeitsmarktzahlen hat Österreich laut Schatz vier schwerwiegende Problembereiche: Die hohe Arbeitslosigkeit bei Menschen ab 50 Jahren, das Hamsterrad zwischen Arbeitslosigkeit und Kurzzeitbeschäftigung von Menschen mit geringer Ausbildung, der Jobeinstieg von jungen Menschen und Frauen nach Betreuungsphasen und die fehlenden Angebote für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen.

„In diesen Problemfeldern gibt es leider keine Entwarnung“, betont Schatz. „Wir brauchen dringend einen Rechtsanspruch auf Ausbildung und Qualifikation sowie eine „Aktion 20.000“ auch für Menschen unter 50 Jahren. Und es bedarf substantieller Gesundheitsbetreuung für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen bzw. intensive Präventionsarbeit, damit Arbeit nicht - früher oder später - so viele Menschen krank macht. Jeder, der wieder einen nachhaltigen Job findet, entlastet nicht nur das AMS-Budget, sondern zahlt auch Steuern und Beiträge und erhöht den Konsum. Und deshalb zahlt es sich aus, weitere Schwerpunkte zur Arbeitsmarktpolitik umzusetzen und dafür genug Geld in die Hand zu nehmen. Es geht nämlich um unser aller Zukunft und die soziale Stabilität im Land.“

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