• 30.03.2017, 10:59:29
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  • OTS0099

FMA-Bericht zum 4. Quartal 2016 der österreichischen Versicherungswirtschaft

Prämienvolumen sowohl im 4. Quartal als auch im Gesamtjahr 2016 rückläufig

Utl.: Prämienvolumen sowohl im 4. Quartal als auch im Gesamtjahr
2016 rückläufig =

Wien (OTS) - Österreichs Versicherungsunternehmen haben im 4. Quartal
2016 ein Prämienvolumen von € 3,89 Mrd. verbucht, das entspricht
einer Reduktion von -0,97% im Vergleich zum 4. Quartal 2015. Im
Gesamtjahr 2016 betrug das Prämienvolumen € 16,92 Mrd., was eine
Reduktion von -2,43% gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Dies geht aus
dem heute von der Finanzmarktaufsichtsbehörde FMA veröffentlichten
Bericht über das 4. Quartal der österreichischen
Versicherungswirtschaft hervor.

Das Prämienvolumen setzte sich im 4. Quartal 2016 aus Einnahmen von €
1,82 Mrd. in der Schaden und Unfallversicherung (+ 2,53%), € 1,56
Mrd. in der Lebensversicherung (-6,35%) sowie € 511 Mio. in der
Krankenversicherung (+ 4,6%) zusammen.
Auch im Gesamtjahr 2016 wurde das Prämienvolumen durch ein Minus von
9,81% auf € 6,04 Mrd. in der Lebensversicherung reduziert. In den
Sparten Schaden- und Unfallversicherung sowie Krankenversicherung
konnte ein Plus von 1,64% auf € 8,83 Mrd. bzw. von 4,70% auf € 2,05
Mrd. erwirtschaftet werden.

Im Vergleich zu 2015 zeigte das versicherungstechnische Ergebnis im
Gesamtjahr 2016 eine Erhöhung um 17,94%, beim Finanzergebnis war eine
Verringerung um -5,12% festzustellen. Dies führte zu einem Anstieg
des Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit um 4,48% auf € 1,41
Mrd.

Die Summe aller Assets zu Marktwerten (exklusive Kapitalanlagen der
fondsgebundenen und indexgebundenen Lebensversicherung) lag bei €
110,68 Mrd.

Die Kernaktienquote (d.h. Aktien notiert, Aktienfonds, Aktienrisiko
in gemischten Fonds) erhöhte sich im 4. Quartal 2016 gegenüber dem
Vorquartal von 3,69% auf 3,99%. Die erweiterte Aktienquote, das heißt
zusätzlich nicht notierte Aktien (inkl. Beteiligungen), strukturierte
Schuldverschreibungen ohne Kapitalgarantie und Darlehen ohne
Kapitalgarantie, reduzierte sich von 16,23% auf 16,11%.

Im Hinblick auf die neuen Solvabilitätsanforderungen gemäß
Versicherungsaufsichtsgesetz 2016, welche von den Unternehmen seit
1.1.2016 einzuhalten sind, zeigt sich, dass mehr als die Hälfte aller
Versicherungsunternehmen einen SCR-Solvabilitätsgrad von über 230%
vorweisen konnte; das heißt, doppelt so hohe Eigenmittel als
notwendig besaßen. Die „Solvency Capital Requirement – SCR“ mißt, ob
das Versicherungsunternehmen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,5%
innerhalb der nächsten zwölf Monate, unvorhergesehene Verluste
auffangen und seinen Verpflichtungen gegenüber den
Versicherungsnehmern nachkommen kann. Der MCR-Solvabilitätsgrad lag
bei rund der Hälfte der Versicherungsunternehmen sogar im Bereich von
540% bis 960%. Die Mindestkapitalanforderung MCR (Minimum Capital
Requirement) gibt das Mindestausmaß der Eigenmittel an, die das
Versicherungsunternehmen jedenfalls und zu jeder Zeit halten muss.

Den gesamten Quartalsbericht finden Sie auf der FMA-Website unter
https://www.fma.gv.at/versicherungen/offenlegung/quartalsberichte/

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FMA

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