Neues Volksblatt: "Nachfolge" von Herbert SCHICHO

Ausgabe vom 27. März 2017

Linz (OTS) - Ein terminliches Ping Pong wird derzeit zwischen Linz und St. Pölten gespielt: Am Wochenende wurde Johanna Mikl-Leitner in Niederösterreich mit 98,5 Prozent zur ÖVP-Landesparteiobfrau gewählt. Am kommenden Wochenende wird sich in Linz Thomas Stelzer der Wahl am Parteitag stellen. Aber während er noch vor Ostern das Büro des Landeshauptmannes im Linzer Landhaus bezieht, muss Mikl-Leitner noch gut drei Wochen darauf warten. Und die Wartezeit wird hier wie dort mit einem Abschiedsreigen der beiden Noch-Landeshauptmänner Erwin Pröll und Josef Pühringer verkürzt. Trotzdem beginnt ob und unter der Enns eine neue Zeitrechnung, während sich in Wien der rote Langzeitbürgermeister Häupl in die Verlängerung schleppt und täglich Personalquerelen dementieren muss.
Klar ist, dass jedem Anfang ein Zauber innewohnt und es ist Johanna Mikl-Leitner und Thomas Stelzer zu wünschen, dass dieser Zauber länger anhält. Wie schnell er nämlich verfliegen kann, zeigt Christian Kern auf Bundesebene. Als der Kanzler vor zehn Monaten das Amt übernahm, konnte er sich aus den Vorschusslorbeeren einen Kranz binden. Dieser ist aber mittlerweile verwelkt und die Koalition in ihrem alten Muster zurück. Und die Kanzlerpartei versucht wohl auch mit dem Konflikt nach außen den inneren Konflikt — die ungelöste Nachfolgefrage samt Richtungsstreit in Wien und dem Burgenland — zu kaschieren.

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