• 24.03.2017, 11:34:46
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Grüne Wirtschaft: WK-Reform ist nur Ankündigungspolitik. Beharren in föderalen Strukturen verhindert echte Entlastung für Mitglieder.

Wirtschaftskammer muss beweisen, dass sie im eigenen Bereich als Beispiel vorangeht und föderale Strukturen eindämmen. Servicebereich für die Unternehmen in den Vordergrund stellen.

Utl.: Wirtschaftskammer muss beweisen, dass sie im eigenen Bereich
als Beispiel vorangeht und föderale Strukturen eindämmen.
Servicebereich für die Unternehmen in den Vordergrund stellen. =

Wien (OTS) - Die von Seiten einiger PräsidentInnen der
Länderwirtschaftskammern geäußerten Bedenken zur angekündigten
Wirtschaftskammerreform kommen für die Grüne Wirtschaft nicht
überraschend. "Bisher hat WK-Präsident Christoph Leitl lediglich
Überschriften verkündet, wie die Umsetzung der genannten Reduktionen
der Ausgaben um € 100 Millionen und die Finanzierung der € 34
Millionen zusätzlicher Ausgaben von statten gehen sollen, ist nur
sehr vage dargestellt worden. Alleine durch Digitalisierung und
Zusammenführung von Leistungen in Kompetenzzentren wird das nicht zu
schaffen sein.", sagt Sabine Jungwirth, Bundessprecherin der Grünen
Wirtschaft.

Die Grüne Wirtschaft sieht jedoch sehr wohl eine ganze Reihe an
Einsparmöglichkeiten, die die Mitglieder bei den Mitgliedsbeiträgen
entlasten, den Service der Wirtschaftskammer für die Unternehmen
jedoch erhalten könnten. Dabei sind 2 Bereiche prioritär, wenn es um
eine Verringerung der Belastung durch die Mitgliedsbeiträge geht:

1.)Das Abschaffen der föderalen Strukturen bei den
Berufsvertretungen. Statt dessen nur eine schlanke, Kosten schonende
Berufsvertretung als Fachverband.

2.) Die Reduktion der Mitgliedschaften auf nur eine pro Betrieb
inklusive einer Deckelung für Einpersonenunternehmen auf maximal €
100.-/Jahr.

"Wenn eine Zwangsmitgliedschaft im 21. Jahrhundert gerechtfertigt
sein soll, muss die Wirtschaftskammer beweisen, dass sie im eigenen
Bereich als Beispiel vorangeht und die reformverhindernden, föderalen
Strukturen eindämmen. Das Beharren auf aufgeblähten Strukturen zur
Absicherung des Funktionärsapparates, der vor allem den Interessen
einer protektionistisch agierenden ÖVP dient, ist der falsche Ansatz.
Eine echte Reform sieht anders aus!", so Jungwirth abschließend.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DGW

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