- 22.03.2017, 22:00:16
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Neues Volksblatt: "Alters-Zeit" von Harald ENGELSBERGER
Ausgabe vom 23. März 2017
Utl.: Ausgabe vom 23. März 2017 =
Linz (OTS) - Mit 27 Jahren gründete Josef Ratzenböck (bald 88) den
Seniorenbund, da war Josef Pühringer gerade einmal sieben Jahre alt.
Beide wurden später Landeshauptmänner von OÖ und beide widmen sich in
der Pension dem Seniorenbund – und denken dabei vor allem an den
demografischen Wandel und dessen Einfluss auf die Gesellschaft. Denn
die Menschheit wird immer älter, jedes Jahr um drei Monate – und
darauf heißt es richtig reagieren.
Ratzenböck und Pühringer haben erkannt, dass sich die
Demarkationslinie des Alters unaufhörlich verschiebt und dass man
darauf Rücksicht nehmen muss. Und wenn die Leute immer älter werden,
dann muss sich auch die Arbeitswelt darauf einstellen. Was tun im
Alter? Diese Frage wird immer mehr in den Mittelpunkt rücken. Die
Wirtschaft mit Konsum zu beleben, wird den Senioren künftig zu wenig
sein.
Denn die Menschen gehören heute mit 65 Jahren keineswegs zum alten
Eisen, viele sind dank medizinischer Errungenschaften bis ins hohe
Alter pumperlg'sund und nicht wenige wollen sogar gerne länger
arbeiten – wenn man sie lässt. In Zeiten der bedrohlichen
Kostenschere bei den Pensionen muss man Modelle überlegen, bei denen
das Älterwerden berücksichtigt wird. Nur so wird man auch künftig das
Pensionssystem absichern können – ohne die ältere Generation aufs
Abstellgleis zu schieben.
Oder wie es Ratzenböck so schön sagte: „Langeweile war mir immer
fremd!“
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