• 21.03.2017, 17:06:17
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Bundeskanzler Kern: Friedliches Zusammenleben basiert auf Toleranz und gegenseitigem Respekt

Kern und Duzdar luden zum Interreligiösen Dialog ins Bundeskanzleramt

Utl.: Kern und Duzdar luden zum Interreligiösen Dialog ins
Bundeskanzleramt =

Wien (OTS) - "Wir haben heute einen sehr intensiven Dialog mit den
Vertretern der Religionsgesellschaften geführt, wofür ich mich
herzlich bedanken möchte. Denn ihr Beitrag zu einem friedlichen
Zusammenleben in unserer Gesellschaft kann gar nicht hoch genug
eingeschätzt werden. Besonders bedanke ich mich für ihr soziales und
humanitäres Engagement, gerade auch im Bereich der Betreuung von
Flüchtlingen. Hier wurde und wird Unschätzbares geleistet", sagte
Bundeskanzler Christian Kern heute, Dienstag, im Anschluss an den
Interreligiösen Dialog im Bundeskanzleramt, zu dem die Vertreter der
in Österreich gesetzlich anerkannten Kirchen und
Religionsgesellschaften geladen waren.

Die Bundeskanzler hob die Bedeutung von Toleranz und gegenseitigem
Respekt für das friedliche Zusammenleben in unserer Gesellschaft
hervor. Es sei wesentlich, dass das Prinzip der Religionsfreiheit
genauso akzeptiert werde wie der Grundsatz, dass Religion nicht über
staatlichen Gesetzen stehen könne. "Es wäre eine missverständliche
Interpretation von Toleranz, wenn wir akzeptieren, dass Frauen in
weiten Teilen nicht am öffentlichen Leben teilnehmen können", so
Kern. In der Frage religiöser Symbole sprach sich der Kanzler für ein
neutrales Auftreten des Staates aus, wenn er etwa in der Person von
Richterinnen, Richtern oder Bediensteten der Exekutive in Erscheinung
tritt.

Staatssekretärin Muna Duzdar betonte ebenfalls den guten und offen
geführten Dialog mit den Religionsgesellschaften. "Wir haben ein
gemeinsames Ziel, nämlich den Hass und die Ausgrenzung in unserer
Gesellschaft zurückzudrängen. Hier ist es umso wichtiger
zusammenzurücken und gemeinsam für ein positives gesellschaftliches
Klima und für Solidarität zu sorgen", so Duzdar. Gerade im
Integrationsbereich gäbe es eine große Unterstützung durch die
Religionsgemeinschaften. "Aber auch bei der Initiative gegen Hass im
Netz haben wir in ihnen einen starken Bündnispartner", so die
Staatssekretärin.

Erzbischof Kardinal Christoph Schönborn, Vorsitzender der
Bischofskonferenz, zeigte sich dankbar für den lebendigen Dialog in
Österreich und betonte, wie wichtig die Vielfalt der Religionen in
Österreich sei: "Wir brauchen diese Vielfalt in unserem Land und ich
bin zuversichtlich, dass wir auch in Zukunft ein gutes Miteinander
haben werden. Das setzt voraus, dass wir uns begegnen und einander
zuhören." Das positive Klima zwischen den Religionen in Österreich
dürfe nicht gefährdet werden, gleichzeitig müsse aber auch ein
kritischer Dialog möglich sein. Der Erzbischof rief dazu auf, in der
öffentlichen Berichterstattung und Debatte nicht pauschal über
Gruppen zu urteilen, sondern sich immer um Differenzierungen zu
bemühen. Den positiven Beispielen gelungener Integration und eines
guten Miteinanders, beispielsweise von Christen und Muslimen, solle
mehr Augenmerk geschenkt werden.

Bilder zu dieser Veranstaltung sind über das Fotoservice des
Bundespressedienstes, http://fotoservice.bundeskanzleramt.at
kostenfrei abrufbar.

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