Bundesjugendvertretung: Autonomie allein reicht nicht!

Durchaus Schritte in richtige Richtung, aber große Würfe im Bildungsbereich nicht aus den Augen verlieren!

Wien (OTS) - Anlässlich der heute präsentierten Pläne betont die Bundesjugendvertretung (BJV), dass Autonomie allein nicht die Probleme im Bildungsbereich löst: „Wir sehen viele gute Ansätze, doch es wird wieder nur an vielen kleinen Punkten herumgebastelt ohne etwa die Frage der Bund-Länder-Kompetenz aufzulösen. Für uns heißt Strukturreform auch, dass alle PädagogInnen in Bundeskompetenz fallen“, so BJV-Vorsitzende Johanna Tradinik.

Insgesamt gibt es viele Schritte in die richtige Richtung: „Wir begrüßen es, dass Möglichkeiten abseits der 50-Minuten-Unterrichtseinheiten geschaffen werden. Diese Unterrichtsform gehört schon lange der Vergangenheit an! Auch sehen wir die freie PädagogInnenauswahl als wichtige Maßnahme“, freut sich Tradinik.

In der Frage der Flexibilisierung der Gruppengrößen in den Klassen pocht die BJV darauf, dass die Unterrichtsqualität gewährleistet bleibt: „Für guten Unterricht und gute Betreuung ist der Betreuungsschlüssel essentiell. Hier darf es zu keinen Einbußen kommen“, warnt die Vorsitzende.

Bei anderen Fragen, wie dem Ansatz, dass Lehrkräfte künftig entlastet werden und weniger unterrichtsfremden Tätigkeiten nachgehen sollen, hofft die BJV, dass noch Konzepte der Finanzierung von Zusatzpersonal auf den Tisch gelegt werden. „Ohne konkrete Finanzierung werden viele gute Vorschläge wieder nicht umgesetzt werden“, so Tradinik.

Insgesamt ist für die BJV in allen Fragen der Bildungs- und Schulreform zentral, dass die besten Bedingungen für die Lernenden im Mittelpunkt stehen. „Wichtig ist deshalb auch, dass SchülerInnen in die Debatte und die Umsetzung einbezogen werden. Nur so ist garantiert, dass die Anliegen junger Menschen auch berücksichtigt werden“, betont Tradinik.

In vielen Fragen stehen noch Details aus, beispielsweise welche Kompetenzen Klassen- und Schulforen zukommen. „Die Mitbestimmung der Betroffenen darf jedenfalls keine Scheinpartizipation sein, sondern ihnen müssen auch tatsächliche Rechte zukommen“, erklärt Tradinik abschließend.

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