• 17.03.2017, 11:17:33
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  • OTS0088

Bundesschulsprecher: Österreichs Schulsystem kann sich keinen Fehlgriff mehr leisten

Feedback ist eine großen Errungenschaft des Autonomiepakets - Klassenforum & vom Schulgemeinschaftsausschuss entsendete Elternvertreter überdenken

Utl.: Feedback ist eine großen Errungenschaft des Autonomiepakets -
Klassenforum & vom Schulgemeinschaftsausschuss entsendete
Elternvertreter überdenken =

Wien (OTS) - Heute, Freitag, beginnt die Begutachtungsphase für das
Autonomiepaket. Die Bundesschülervertretung sieht speziell das
verpflichtende Feedback positiv, kritisiert aber, dass ein wahrer
Abbau der Bürokratie nicht gelungen ist.

"In diesem Jahr lag Feedback im besonderen Fokus der
Bundesschülervertretung, doch auch meine Vorgängerinnen und Vorgänger
haben sich schon vehement für verpflichtendes, flächendeckendes
Feedback stark gemacht. Die Freude, dass es nun endlich gesetzlich
verankert werden soll, ist riesengroß. Endlich ist unsere Forderung
im Ministerium angekommen und es könnte eine tatsächliche Veränderung
im Schulsystem herbeigeführt werden", äußert sich Bundesschulsprecher
Harald Zierfuß positiv zu der geplanten Einführung von
verpflichtendem Feedback.

Jedoch sei eine richtige Eindämmung der Bürokratiehürde verfehlt
worden, kritisiert der Bundesschulsprecher. "Entscheidungen können
zum Teil immer noch nicht nur am Schulstandort getroffen werden. Ein
Klassenforum in der AHS-Unterstufe erscheint bereits auf den ersten
Blick sinnlos. Dieses verkompliziert den gesamten Schulalltag: es
entstehen Doppelgleisigkeiten zwischen Schulgemeinschaftsausschuss
(SGA) und Klassenforum. Noch dazu sind keine Schülerinnen und Schüler
Teil dieses Forums – wir müssen die Berechtigung haben, selbst und
durch unsere Eltern zu sprechen." Man hätte das gleiche Gremium
zweimal an einem Standort, bis auf die Schüler säßen auch dieselben
Personen darin.

"Laut Gesetzesentwurf muss ein Elternvertreter vom SGA in die
Kommission zur Bestellung des Clusterleiters berufen werden. Eine
nicht verständliche Vorschrift, wenn vielleicht eine Lehrperson oder
eine Schülerin bzw. ein Schüler kompetenter wäre und die Probleme des
Standorts besser kennt", meint Zierfuß.

"Autonomie bietet uns Schülerinnen und Schülern und allen
Schulstandorten Österreichs wahnsinnig viele Chancen. Wir können und
dürfen diese nicht verstreichen lassen und Subsidiarität nicht aus
den Augen verlieren. Das österreichische Schulsystem kann sich das
nicht leisten", so Bundesschulsprecher Zierfuß abschließend.

Mit mehr als 30.000 Mitgliedern ist die Schülerunion die größte
Schülerorganisation Österreichs. Sie ist auf drei Säulen,
"Aktion-Service-Vertretung", aufgebaut. Durch ihre Serviceangebote
gilt sie als wichtige Anlaufstelle für Schülerinnen und Schüler und
ihre Anliegen. Seit mehreren Jahren stellt die Schülerunion die
Mehrheit in der Bundesschülervertretung (BSV) und den
Bundesschulsprecher. Der aktuelle Bundesschulsprecher heißt Harald
Zierfuß und wird von der Schülerunion gestellt.

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