• 17.03.2017, 09:45:01
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  • OTS0046

Special Olympics: Lebenshilfe für Inklusion beim Sport

Die Special Olympics-TeilnehmerInnen der Lebenshilfe trainieren ganzjährig, aber noch zu wenig unter inklusiven Rahmenbedingungen

Utl.: Die Special Olympics-TeilnehmerInnen der Lebenshilfe
trainieren ganzjährig, aber noch zu wenig unter inklusiven
Rahmenbedingungen =

Wien (OTS) - Die Lebenshilfe unterstützt österreichweit an die
hundert Sportlerinnen und Sportler mit intellektuellen Behinderungen,
die heuer als Höhepunkt ihres Sportjahres am Großereignis der Special
Olympics World Winter Games teilnehmen. Die SportlerInnen trainieren
während des Jahres auf unterschiedlichsten Wegen, im Rahmen des
Angebots der Lebenshilfe, in regionalen Orts- und Sportvereinen oder
im Fitnesscenter. Dabei sind inklusive Settings beim Sporteln noch
viel zu selten gegeben.

Gemeinsam Sporteln: World Winter Games in Österreich als Chance für
Veränderung

„Die Special Olympics World Winter Games heuer in Österreich zu haben
ist eine einmalige Chance in mehrfacher Hinsicht. Wir feiern die
Leistungen von Menschen, von denen oft keine Leistung erwartet wird.
In immer mehr Sportvereinen, ob im Dorf oder der Stadt, sind Menschen
mit intellektuellen Behinderungen aktiv dabei. So werden durch
gemeinsamen Sport von Menschen mit und ohne Behinderungen Distanzen
und Berührungsängste abgebaut“, erklärt Germain Weber, Präsident der
Lebenshilfe Österreich. "Es gilt den Impuls der World Games zu
nutzen, um vermehrt sportliche Initiativen zu etablieren, die
Menschen mit und ohne Behinderungen in ihrer Freizeit
zusammenbringen."

Inklusion durch Schulsport, Yoga oder Karate – Sportvereine sollen
sich öffnen

Die Inklusion von Menschen mit Behinderungen in regulären
Sportvereinen wird in Graz durch das Projekt „Move on to inclusion“
gefördert, eine Kooperation der Lebenshilfe mit Special Olympics, die
nach den World Winter Games starten wird. Seit Mitte November
kooperiert die Lebenshilfe in Salzburg mit dem Karateverein
„Samurai-Karate-Klub“. In diesem Projekt trainieren 8 Menschen mit
intellektuellen Behinderungen gemeinsam mit SportlerInnen aller
Altersklassen des Vereins. Auch die Bildungsinitiative für Sport und
Inklusion in der Steiermark (kurz „bisi“, Österreichischer
Inklusionspreisträger 2016) zeigt, wie ein erster Schritt in eine
inklusive Gesellschaft aussehen kann. Kinder aus Sonderschulen und
Regelschulen betreiben gemeinsam Sport und nehmen zusammen an
Wettbewerben teil.

"unified sports" als Ziel der Lebenshilfe: Präsident Weber bei
Ministerkonferenz

Zur Ministerkonferenz anlässlich der Special Olympics World Winter
Games am 18. März in Graz ist der Präsident der Lebenshilfe
Österreich neben Sport-Minister Hans Peter Doskozil und
Sozialminister Alois Stöger als Redner geladen. Inhaltlich soll
während der Konferenz die Förderung von inklusivem Sport festgehalten
und durch gemeinsame Aktionen belebt werden. Ein Stufenplan für
inklusiven Sport in Österreich, sowie die Umsetzung in Modellregionen
ist geplant. Präsident Weber bringt die Vorschläge der Lebenshilfe
zum Thema Österreich am Weg zum "unified sports“ ein.

„Ziel ist, die Sportangebote in der Lebenshilfe vermehrt in inklusive
Sportaktivitäten von Menschen mit und ohne Behinderungen umzuwandeln.
Menschen mit intellektuellen Behinderungen sollen darüber hinaus
aktive SportlerInnen im Dorf- und Stadtsportverein sein. Die
Lebenshilfe ermutigt und fördert die Sportvereine auf diesem Weg zu
einer inklusiveren Gesellschaft!“

"Special" Olympics und die Sonderstellung von Menschen mit
Behinderungen

"Die Special Olympics sind derzeit eine großartige Möglichkeit für
Menschen mit intellektuellen Behinderungen an einem sportlichen
Wettkampf teilzunehmen. In Hinblick auf die Forderungen von Menschen
mit Behinderungen, so zu leben wie andere auch, wird mit Special
Olympics noch immer die Sonderstellung reflektiert, die Menschen mit
Behinderungen in unserer Gesellschaft in vielen Bereichen einzunehmen
haben. In Hinblick auf eine inklusive Gesellschaft würde das Ziel
lauten: Olympische Wettkämpfe für SportlerInnen mit und ohne
Behinderungen werden zukünftig von einer Dachorganisation, bestehend
aus den drei olympischen Bewegungen Special Olympics International
(SOI), Internationalen Paralympic Komitee (IPC) sowie Internationales
Olympisches Komitee (IOK) veranstaltet", so Weber.

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