• 16.03.2017, 20:02:12
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  • OTS0253

Neues Volksblatt: "Blaue Posse" (von Markus Ebert)

Ausgabe vom 17. März 2017

Utl.: Ausgabe vom 17. März 2017 =

Linz (OTS) - Im Zusammenhang mit dem Eurofighter-U-Ausschuss konnte
FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache gar nicht oft genug beteuern, dass
die heutige FPÖ ganz und gar nichts mit jener FPÖ zu tun habe, die
seinerseits in Regierungsverantwortung stand, als die Entscheidung
über den Abfangjäger-Kauf getroffen wurde. Formal liegt er da nicht
falsch, einmal abgesehen davon, dass sich nach dem Knittelfelder
Putsch zwar maßgebliche Proponenten der FPÖ verabschiedet haben, die
Partei deswegen aber nicht neu gegründet worden ist (und ihm auch
Jörg Haiders intellektuelles Mastermind Herbert Kickl erhalten
blieb). Aber Haarspaltereien dieser Art sind nicht Sache von Strache
& Co. Und so wird die heutige Strache-FPÖ in bewährter Manier wohl
auch nichts mit ihrem Ex-Bundesrat Gerhard Dörfler zu tun haben
wollen, der gestern ebenso wie seine einstigen engen politischen
Weggefährten in der sogenannten Broschüren-Affäre (nicht
rechtskräftig) bedingte Strafen ausfasste. Aber auch wenn sich die
Bundes-Blauen über die Sache ausschweigen betrifft sie die
Angelegenheit, immerhin wurde die Kärntner FPÖ erst kürzlich wieder
in den Schoß der Bundespartei geholt — und damit hat man auch die
nunmehrige Posse um die Nachbesetzung von Dörflers Bundesratsmandat
am Hals. Ein gutes Licht wirft es auf das Demokratieverständnis von
Straches Kärntner Freunden jedenfalls nicht, wie hier ein Mandat
verschachert werden sollte.

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