Auer: Künftige Gemeinsame Agrarpolitik im Zeichen von Vereinfachungen

Entspannung im Milch- und Schweinebereich durch gezielte Maßnahmen erreicht

Wien (OTS) - Die Jahresvorschau der Europäischen Kommission 2017 stand heute, Mittwoch, am Beginn des Landwirtschaftsausschusses zur Diskussion. Für ÖVP-Landwirtschaftssprecher Abg.z.NR Jakob Auer sind erste Schritte zur Vereinfachung der GAP-Reform erfolgreich auf Schiene gebracht und die gezielten Maßnahmen aufgrund der schwierigen Marktlage im Milch- und Schweinebereich zeigen erste Fortschritte in Richtung Entspannung. „Im Agrarbereich können wir durchaus behaupten, dass wir gezielt vom Reden ins Tun gekommen sind, um die heimischen Bäuerinnen und Bauern in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen“, appelliert Auer an die Landwirte vom EU-Konsultationsrecht zur Ausgestaltung der neuen GAP-Periode ab 2020 aktiv Gebrauch zu machen.

Zur Abfederung der angespannten Marktsituation vor allem am Milch-und Schweinefleischmarkt in den vergangenen Jahren wurden auf EU-Ebene mehrere Maßnahmenpakete geschnürt. Ein erstes in der Höhe von 500 Millionen im September 2015 und ein zweites im März 2016. Beim EU-Rat im Juli 2016 wurden weitere 150 Millionen Euro zur Verringerung der Erzeugung im Milchbereich und 350 Millionen Euro für außerordentliche Anpassungshilfen in den Mitgliedsstaaten zur Verfügung gestellt. Erst gegen Ende des letzten Jahres konnte eine leichte Entspannung am Agrarmarkt registriert werden. „Gezielte Marktbeobachtung – auch im Hinblick auf das Auslaufen der Zuckerquote - ist daher weiter zu führen. Am wichtigsten aber ist, die Position der Landwirte in der Lebensmittelversorgungskette zu stärken“, betont Auer.

Weitere Diskussionspunkte im Landwirtschaftsausschuss waren unter anderem der AMA-Marketing-Tätigkeitsbericht 2015 sowie eine Bürgerinitiative, die sich für klarere Herkunftskennzeichnung einsetzt. „Klare Kennzeichnung und adäquate Preisgestaltung bei heimischen Lebensmitteln sind wichtig, um nicht nur den Arbeitsplatz Bauernhof, sondern zahlreiche Betriebe im vor- und nachgelagerten Bereich abzusichern. Aber es geht dabei auch um den Erhalt der Kulturlandschaft sowie um effektiven Klimaschutz“, unterstützt Jakob Auer diese Initiative.

Tierschutzgesetz gibt Sicherheit für produzierende Landwirtschaft Vor den Beratungen im Landwirtschaftsausschuss hat der Gesundheitsausschuss eine Novellierung des Tierschutzgesetzes beschlossen. Für Jakob Auer ist es erfreulich, dass nach schwierigen Verhandlungen ein tragbarer Kompromiss gefunden werden konnte. „Für uns Bauern ist es maßgeblich, dass die produzierende Landwirtschaft durch praktikable Lösungen abgesichert bleibt“, ist für Jakob Auer die ablehnende Haltung von FPÖ, Grünen und Team Stronach bei der Gesetzesnovelle im Ausschuss unverständlich. Eine Tierschutzdiskussion muss für den ÖVP-Landwirtschaftssprecher aber auch immer unter der Prämisse des Menschenschutzes geführt werden. „Denn wir dürfen die Risiken und Gefahren, denen sich Tierhalter täglich aussetzen, nicht unterschätzen“, so Auer.
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