• 15.03.2017, 09:42:35
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  • OTS0031

KIV/UG warnt: „Hohe Qualität unseres Gesundheitssystems gefährdet – Spitalsküchen sollen ausgelagert werden!“

Konsequente Interessenvertretung (KIV/UG) fordert Bürgermeister Michael Häupl in offenem Brief auf, von Ausgliederungen abzusehen.

Utl.: Konsequente Interessenvertretung (KIV/UG) fordert
Bürgermeister Michael Häupl in offenem Brief auf, von
Ausgliederungen abzusehen. =

Wien (OTS) - Wider besseren Wissens hinsichtlich Qualität und
optimaler Versorgung, und entgegen den Zielen des Wiener
Abfallvermeidungsplans sollen die Wiener Spitalsküchen ausgelagert
werden, kritisiert die KIV/UG – Konsequente Interessensvertretung,
die Unabhängigen GewerkschafterInnen in der Gewerkschaft younion.
Biju Onatt, Personalvertreter der KIV/UG im SMZ Ost: „Die geplante
Auslagerung der Essensversorgung der KAV-Krankenhäuser ist ein
massiver Angriff auf das Wohl der PatientInnen, der MitarbeiterInnen,
langfristig aber auch auf die BürgerInnen und SteuerzahlerInnen.“

Zwt.: Warum wird ein bewährtes System aufgegeben?

Das Wiener Gesundheitssystem zeichnet sich nicht nur durch eine
umfassende medizinische und pflegerische Versorgung von kranken
Menschen aus, sondern auch durch eine gezielte, ausgewogene und im
Bedarfsfall spezifische Essensversorgung, so der Personalvertreter.
Onatt: „Die bisherigen Eigenleistungen in den Spitalsküchen haben
sich sowohl hinsichtlich Qualität als auch Umweltfreundlichkeit als
gute Lösung erwiesen, da ein Schwerpunkt auf lokale Produkte, 30%
Bio-Lebensmittel, kurze Transportwege und die täglich frische
Zubereitung gesetzt wurde.“

Zwt.: Auslagerung der Küchen gefährdet Qualität der Versorgung

Silvia Tauchner, Personalvertreterin der KIV/UG im SMZ-Süd, warnt
davor, dass durch die vielen verschiedenen Stationen und Faktoren bei
der Anlieferung und Lagerung extern gekochter Speisen akute
Krisenfälle bei der Versorgung der PatientInnen drohen könnten, etwa
durch technische Ausfälle der Kühl- und Wärmesysteme, verunreinigte
Speisen, Transportprobleme. „Außerdem wird die Qualität der Speisen
enorm leiden, da gekochtes Essen erst gekühlt und dann bei den
PatientInnen wieder aufgewärmt werden muss“, befürchtet Tauchner.

Die Umweltbelastung durch den Transport, die Tiefkühl- und
Wärmeanlagen sowie die Bereitstellung von Lagerraum und technischen
Geräten kann am Ende des Tages keine Kostenersparnis zum bestehenden
System bringen, befürchten die KIV/UG-PersonalvertreterInnen.
Ebenfalls wären Qualität und Regionalität der Lebensmittel nicht mehr
unmittelbar überprüfbar. Bisherige Standards würden dem Profit der
Fremdfirmen untergeordnet werden.

Zwt.: Arbeitsplatzvernichtung droht

Ein weiteres großes Problem bei einer Auslagerung der
Krankenhausküchen ist die drohende Arbeitsplatzvernichtung für 800
Betroffene in Wien. „Eine Auslagerung würde bedeuten, dass
Zulieferfirmen – gemessen an ihrem Marktpreis – das Rennen machen.
Die Aufbereitung der Speisen im jeweiligen Krankenhaus ist dann nur
mehr Arbeit einiger weniger MitarbeiterInnen zugewiesen vor Ort.“

Zwt.: KIV/UG fordert Auslagerungsstopp!

Es sei absehbar, so die PersonalvertreterInnen der Konsequenten
Interessenvertretung (KIV/UG) im KAV, dass die Auslagerung der
Spitalsküchen scheitern werde. Die Verantwortung dafür liege beim
Management des KAV und der Politik. Die mit der Ausgliederung
gefährdete Qualität der Essensversorgung zulasten der PatientInnen
des KAV könne so jedenfalls nicht akzeptiert werden.

Die KIV ruft daher den Bürgermeister und die Gesundheitsstadträtin
als BürgerInnen, als Bedienstete und als InteressenvertreterInnen auf
auf, im Sinne optimalen Versorgung und der Lebensqualität der Wiener
Bevölkerung dieses Vorhaben sofort zu stoppen!

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