- 10.03.2017, 13:25:07
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Fachgruppe Werbung Wien: GPA-djp verhindert Einigung auf neuen Kollektivvertrag
Einigung auf 1,33 % Erhöhung der Mindestlöhne plus 8 Stunden Zeitguthaben von Gewerkschaftern abgelehnt
Die Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien hat sich am Donnerstag mit VertreterInnen der GPA-djp zu Verhandlungen zum neuen Kollektivvertrag getroffen. Dabei ließ die Gewerkschaft eine praktisch fertige Einigung in letzter Sekunde platzen.
Trotz Entgegenkommens der Fachgruppe Werbung Wien, zusätzlich zum Willen der gemeinsamen Gestaltung eines neuen modernen Kollektivvertrags, gab es damit leider keine sinnvolle Basis für eine weitere Zusammenarbeit am „KV Neu“.
Abschluss 2017 scheitert an immer neuen überzogenen Forderungen
Sieben Stunden lang verhandelte die Fachgruppe Werbung Wien mit den VertreterInnen der Gewerkschaft. Dabei war man sich bereits auf fast alle Punkte der Tagesordnung verständigt: auf eine Roadmap für die Erarbeitung eines „KV Neu“, auf eine 1,33% Erhöhung der kollektivvertraglichen Mindestlöhne – und auf ein freies Zeitguthaben von 8 Stunden für alle Angestellten der Wiener Branche im heurigen Jahr.
Das Paket war fertig, als plötzlich die Gewerkschaft, angeführt vom APA-Betriebsrat Kurto Wendt, überraschend mit neuen Forderungen von weiteren 5-Euro-Fixerhöhung für jeden Mitarbeiter plus der Festschreibung des Zeitguthaben als praktisch zusätzlichen Urlaubstag im neuen Kollektivvertrag forderte.
GPA-djp nutzt guten Willen der Fachgruppe Wien zu fairem Miteinander aus
Für Obmann Götz eine absolut enttäuschende Vorgangsweise: „In vier Monaten seit Beginn der Verhandlungen hat die Gewerkschaft kein einziges Mal den Wunsch einer Fix-Erhöhung geäußert. Nach sieben Stunden Verhandlungsdauer in letzter Sekunde das erstmals auf den Tisch zu bringen – und die gesamte weitere Zusammenarbeit an einem zeitgemäßen KV nur davon abhängig zu machen – ist absurd.“ Das wirke mehr nach taktischen Spielchen, als nach dem Willen zu einer guten Lösung.
“Ich finde es bedauerlich, dass die Gewerkschaft auch unsere Einladung zur Ausarbeitung des KV Neu erneut ausgeschlagen hat. Es wäre nur sinnvoll, gemeinsam an einer besseren Basis für die Zusammenarbeit zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen zu arbeiten. Nur mit einem modernen KV können wir den Anforderungen der Branche gerecht werden,” so Fachgruppen-Obmann Stephan Gustav Götz.
Doch die Bereitschaft der Wiener Kreativ-Unternehmen zu einem fairen Miteinander darf nicht überstrapaziert oder ausgenutzt werden.
Mit „KV Neu“ den Herausforderungen der Branche entgegenwirken
„Die MitarbeiterInnen der Wiener Kreativbranche leisten großartige Arbeit – und das in einer Branche, die sich täglich verändert und sie dauernd vor neue Herausforderungen stellt. Umso wichtiger wäre ein Kollektivvertrag, der sich diesen Herausforderungen annimmt und sowohl Unternehmen als auch Angestellten mehr Sicherheit bietet und Arbeitszeitregelungen vorsieht, die auch der Arbeitsrealität entsprechen,“ so Götz.
Der aktuelle Kollektivvertrag besteht seit über 40 Jahren und entspricht somit einer Arbeitsrealität aus den 1970er Jahren.
Rückfragen & Kontakt
Dr. Manfred Pichelmayer
Wirtschaftskammer Wien – Fachgruppe Werbung und Marktkommunikation Wien
Telefon: +43 1 514 50 3790
[email protected]
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